Bad Homburg – Die Basketball-Damen aus Wasserburg haben in der 2. Bundesliga Süd eine 66:84-Auswärtsniederlage bei den Falcons Bad Homburg hinnehmen müssen. Trotz großer personeller Sorgen zeigte das Team über weite Strecken eine engagierte Leistung, ehe im Schlussviertel die Kräfte schwanden.
Die Vorzeichen vor der Partie beim Tabellenführer hätten kaum schwieriger sein können: Mit Migena Kqiku und Patricia Walz fehlten zwei Spielerinnen komplett. Auch Tess Santos konnte nach einem Aufwärmversuch nicht eingreifen, während Ira Weymar angeschlagen mit Rückenproblemen in die Begegnung ging. Entsprechend waren die Rollen vor dem Duell – Tabellenfünfter gegen Tabellenführer – scheinbar klar verteilt.
Doch davon war auf dem Feld zunächst wenig zu spüren. Wasserburg startete mutig und konzentriert in die Partie, ließ den Ball gut laufen und begegnete Bad Homburg auf Augenhöhe. Beide Teams schenkten sich nichts, verteidigten intensiv und suchten konsequent den Weg zum Korb. So konnten die Gäste das erste Viertel knapp mit 17:13 für sich entscheiden. Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts blieb das Spiel ausgeglichen. Die Führung wechselte mehrfach, Wasserburg hielt dem Druck des Spitzenreiters stand und überzeugte mit mannschaftlicher Geschlossenheit. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit gelang es Bad Homburg, etwas mehr Kontrolle zu übernehmen und sich leicht abzusetzen. Mit einem 36:28 aus Sicht der Gastgeberinnen ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig am Spielverlauf. Wasserburg kämpfte weiter aufopferungsvoll und ließ den Rückstand nicht entscheidend anwachsen. Der Abstand pendelte sich lange bei etwa zehn Punkten ein. Doch erneut zeigte Bad Homburg zum Ende des Viertels seine Klasse und nutzte kleine Unkonzentriertheiten konsequent aus. Vor dem Schlussabschnitt stand es 59:45. Im letzten Viertel machte sich dann die angespannte Personalsituation der Wasserburgerinnen deutlich bemerkbar. Die Kräfte ließen nach, die Intensität in der Defensive konnte nicht mehr konstant hochgehalten werden. Erschwerend kam hinzu, dass auch Flo Kronast nach einem Ellenbogen auf die Nase verletzt ausschied und nicht mehr weiterspielen konnte. Bad Homburg nutzte die Situation eiskalt aus und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Am Ende stand eine deutliche 66:84-Niederlage.
Trotz der kämpferischen Leistung ist die Enttäuschung groß, denn im Rennen um die Play-off-Plätze wird die Luft für Wasserburg dünner. Die Qualifikation ist nun nicht mehr in eigener Hand. Die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich jedoch schon am kommenden Wochenende: Am Sonntag empfangen die Wasserburgerinnen um 16 Uhr in der Badria den Tabellendritten aus Jena. Nach der Niederlage im Hinspiel haben sie dort noch eine Rechnung offen – und wollen vor heimischem Publikum ein anderes Gesicht zeigen.
Es spielten: Florentine Kronast (4 Punkte), Alejandra Mastral (8 Punkte, 3 Rebounds, 2 Assists, 5 Steals), Neseya Parker-Williams (17 Punkte, 13 Rebounds, 5 Assists, 3 Steals), Manuela Scholzgart (8 Punkte, 2 Rebounds, 2 Assists), Hayley Smith (16 Punkte, 10 Rebounds, 3 Assists), Marlene Stechl (9 Punkte, 3 Rebounds, 3 Assists) und Ira Weymar (4 Punkte, 3 Rebounds). ms