Der traditionsreiche Steiner-Pokal für Herrenmannschaften, ein fester Bestandteil des regionalen Fußballkalenders im Kreis Inn/Salzach, wird in diesem Jahr nicht ausgetragen. Diese Entscheidung gaben die Organisatoren gemeinsam mit dem TSV Stein/St. Georgen und der Schlossbrauerei Stein bekannt.
Seit Jahrzehnten gilt der Steiner-Pokal als wichtiger Gradmesser für viele Amateurvereine. Die Konkurrenz bietet nicht nur sportlich attraktive Begegnungen, sondern dient den Mannschaften auch als zentraler Bestandteil ihrer Saisonvorbereitung. „Der Steiner-Pokal hat sich über die Jahre zu einem echten Aushängeschild im regionalen Fußball entwickelt. Viele Vereine richten ihre Vorbereitung gezielt auf dieses Turnier aus“, erklärt der langjährige Mitorganisator Thomas Georg vom TSV Stein/St. Georgen.
Grund für die Aussetzung in diesem Jahr sind umfangreiche Baumaßnahmen am Sportgelände in der Irsinger Au in den Monaten Juli und August, in denen eine moderne Flutlichtanlage installiert wird. Diese soll künftig verbesserte Trainings- und Spielbedingungen ermöglichen. Während der Baumaßnahmen steht das Gelände jedoch nicht für den Spielbetrieb zur Verfügung. „Uns war wichtig, frühzeitig Klarheit zu schaffen“, betont Fußball-Abteilungsleiter Martin Rosenegger. „Gerade weil einige Vereine ihre komplette Vorbereitung auf den Steiner-Pokal ausrichten, wollten wir ihnen rechtzeitig Planungssicherheit geben.“
Auch seitens des Sponsors stößt die Entscheidung auf Zustimmung. Brauerei-Vertriebsleiter Christian Eder unterstreicht die enge Zusammenarbeit mit dem Verein: „Die Partnerschaft mit dem TSV ist für uns von großer Bedeutung. Gemeinsam arbeiten wir daran, den Steiner-Pokal langfristig weiterzuentwickeln und als festen Bestandteil zu erhalten.“
Der Blick richtet sich nun bereits auf das Jahr 2027, in dem der Steiner-Pokal ein besonderes Jubiläum feiern wird: die 40. Auflage des Turniers. „Wir möchten dieses Jubiläum gebührend feiern und ein Turnier auf die Beine stellen, das diesem Anlass gerecht wird“, kündigt Vereinsvorsitzender Bernhard Seitlinger junior an. „Die Pause im Jahr 2026 gibt uns die Möglichkeit, die Rahmenbedingungen optimal vorzubereiten.“
Zugleich richtet sich der Blick auch auf neue Möglichkeiten: „Dank der Flutlichtanlage können künftig auch Abendspiele stattfinden – das eröffnet uns ganz neue Perspektiven, um das Turnier noch attraktiver zu gestalten“, ergänzt Georg.
Trotz der Unterbrechung bleibt die Vorfreude auf den Steiner-Pokal ungebrochen. 2027 soll das Turnier stärker denn je zurückkehren – als sportlicher Höhepunkt und als Fest für die gesamte Fußballregion. Vorjahressieger SV Linde Tacherting II darf sich indes ein weiteres Jahr als amtierender Pokalsieger bezeichnen. phm/cs