Bad Endorf – Im Kurort beginnt zur Saison 2026/27 eine neue Zeitrechnung auf dem Übungsleiterposten. Nach drei ereignisreichen Jahren verlässt Nenad Grizelj den Fußball-Kreisligisten TSV Bad Endorf. Seine Entscheidung hatte er bereits im November 2025 dem sportlichen Leiter Alexander Neiser mitgeteilt. Drei Jahre seien für ihn der richtige Zeitpunkt, um neuen Ideen und Impulsen an der Seitenlinie Platz zu machen.
Zur Saison 2024/25 übernahm der B-Lizenz-Inhaber die Verantwortung beim TSV. Unterstützt wurde er dabei von Co-Spielertrainer Anel Salibasic sowie Athletiktrainer Andreas Fuchs. Die gemeinsame Zeit war geprägt von Höhen und Tiefen: Gleich im ersten Jahr gelang der Aufstieg in die Bezirksliga – zweifellos das sportliche Highlight. Doch bereits in der darauffolgenden Saison musste das Team, nach einer kräftezehrenden Relegation über zwei Runden, den direkten Wiederabstieg hinnehmen.
Im Rückblick zeigt sich Grizelj dennoch dankbar: „Der Verein ist mir sehr ans Herz gewachsen. Das absolute Highlight war natürlich der Bezirksligaaufstieg im ersten Jahr. Wir wussten aber auch, dass die darauffolgende Saison sehr schwierig wird. Uns sind wichtige Stützen weggebrochen, sodass wir gezwungen waren, einen größeren Umbruch im Team zu bewältigen.“
Auch die aktuelle Saison 2025/26 stand im Zeichen eines erneuten personellen Umbruchs. Weitere Leistungsträger fielen, vor allem aus beruflichen Gründen, durch Karriereende oder längere Verletzungsperioden, weg, sodass der Kader zunehmend mit Eigengewächsen, insbesondere A-Jugendspielern und Akteuren aus der zweiten Mannschaft, ergänzt werden musste. Für die zweite Saisonhälfte ist die Zielsetzung dennoch eindeutig: der Klassenerhalt. Trotz anhaltender Ausfälle setzt der Coach auf den eingeschlagenen Weg, den er selbst als Art „Projekt Jugend forscht“ beschreibt. „Wir wollen gemeinsam den Weg bestmöglich zu Ende bringen“, blickt Grizelj nach vorne – bevor im Sommer schließlich ein neues Kapitel beim TSV Bad Endorf beginnt.
Auch der sportliche Leiter Alexander Neiser meldet sich zu Wort und möchte sich über die professionelle Zusammenarbeit bedanken: „Nenad kam zum Jahreswechsel hin auf uns zu und hat seine Entscheidung, nach der Saison mit seinem Trainerteam zurückzutreten, mitgeteilt. Nach offenen, ehrlichen Gesprächen haben wir dem zugestimmt – die Entscheidung wurde der Mannschaft kurz vor dem Rückrundenstart ebenfalls mitgeteilt. Wir haben uns stets offen und transparent austauschen können, ich schätze seine Loyalität dem Verein gegenüber sehr. Es herrscht bis heute eine hervorragende Zusammenarbeit, trotz schwierigen Phasen bis zuletzt. Manch anderer Verein oder der betroffene Trainer selbst hätte auf eine solche Situation möglicherweise anders reagiert. Wir hatten aus unserer Sicht nie Zweifel an seiner Arbeit mit der Mannschaft. Umso mehr werden wir jetzt gemeinsam alles geben, um den Klassenerhalt zu schaffen. Am Ende möchte ich gerne mit ihm auf drei erfolgreiche Jahre anstoßen.“
Abschließend ergänzt Abteilungsleiter Andreas Garhammer: „Auch ich möchte mich nochmals bei Nenad bedanken. In den ersten drei der sechs Jahre hatten wir eine sehr erfolgreiche Kreisligazeit, leider ohne dem gewünschten Ziel Bezirksligaaufstieg. In der zweiten Amtsperiode hat es direkt im ersten Versuch funktioniert, das war auch ein großer Verdienst von unserem Trainerteam. Wir konnten uns auf Nenad jederzeit auf und neben dem Platz verlassen – vor allem auch in der jetzigen schwierigen Zeit. Und auch den vollen Einsatz und das Engagement von Anel Salibasic und Andreas Fuchs will ich nicht außer Acht lassen. Wir sind unglaublich dankbar für die letzten drei Jahre und hoffen auf einen guten Ausgang der Saison.“re