Zwischen Erfolgen und großen Enttäuschungen

von Redaktion

Marlene Fichtner bilanziert ihre Saison

Traunstein – Für die Biathletin Marlene Fichtner ist eine ereignisreiche Saison zu Ende gegangen. Die 23-Jährige vom SC Traunstein erlebte binnen kurzer Zeit tolle Erfolge, aber auch einige lehrreiche Situationen.

Anfang der Saison 2025/26 rückte sie in den Damen-A-Kader im Deutschen Skiverband auf. Es folgte der Start im Weltcup in Östersund und Hochfilzen, danach ging es zurück in den IBU-Cup. Beim Rennen kurz nach Weihnachten wurde sie am Arber Erste in der Verfolgung. Nachdem sich Fichtner nicht für die Olympischen Spiele qualifiziert hatte, kam sie beim Weltcup in Nove Mesto in der Single-Mixed-Staffel zusammen mit Leonhard Pfund zunächst als Sieger ins Ziel. Allerdings wurde das Paar disqualifiziert, die Traunsteinerin hatte ihr Gewehr nach Verlassen der Schießmatte nicht der Regel nach geschultert. Beim Weltcup in Kontiolathi sorgte sie im Einzel mit dem fünften Platz bei 20 Treffern für ihre beste Platzierung im Weltcup und toppte diese im Massenstart mit dem vierten Rang. Allerdings gemäß ihrem Motto „Mut wird immer belohnt – entweder mit Erfolg oder mit Erfahrung“ kam die nächste Enttäuschung. Als Startläuferin in der Staffel gab die für das „Zoll-Skiteam“ startende Athletin im Liegend-Schießen einen Schuss zu wenig ab. Die Folge: eine zweiminütige Zeitstrafe und keine Chance mehr für das deutsche Quartett, einen Spitzenplatz zu erreichen.

Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Saison?

Ich bin sehr zufrieden. Ich durfte wieder unglaublich viel Erfahrung und schöne Erinnerungen sammeln. Auch wenn es ein paar harte Rückschläge gab, kann ich mit Sicherheit sagen, dass die Erfolge und meine positive Entwicklung nach oben überwiegen.

Wo kann man im Sommertraining die Schwerpunkte setzen?

Wo wir genau ansetzen, steht noch nicht fest. Meine Stärke liegt im Schießen und vor allem darin, dass ich dem Wettkampf-Format angepasst schießen kann. Meine Schwäche liegt aktuell noch in einer beständigen Laufleistung. Es sind einige sehr gute Rennen dabei gewesen, aber dann auch wieder Ausschläge nach unten. Das Niveau gilt es in der nächsten Saison kontinuierlich anzuheben.

Bleibt als Profi-Biathletin noch Zeit für Hobbys?

Ich fotografiere sehr gerne und bringe das in meiner freien Zeit gut unter, da ich die meiste Zeit mit meinen Freunden verbringe und es sich da immer anbietet, ein paar schöne Fotos zu machen. Interview: Siegi Huber

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