Charlie Sarault (Mitte) mit Sponsoring-Leiter Darwin Kuhn (links) und Geschäftsführer Christoph Sandner.Foto Ruprecht
Rosenheim – Eine verschworene Gemeinschaft haben die Eishockeyspieler der Starbulls Rosenheim und ihren Fans über die abgelaufene DEL2 Saison hinaus gebildet, das ist einmal mehr bei der Saisonabschlussfeier im Rofa-Stadion deutlich spür- und sichtbar gewesen. Eine hervorragende Saison ist mit dem dritten Platz nach der Hauptrunde zu Ende gegangen, allerdings mit dem Wermutstropfen des erneuten Ausscheidens im Viertelfinale. Das allgemeine Fazit auf der Abschlussfeier lautete: „Es war eine super Saison, nur das Ende eben nicht.“
Im Mittelpunkt standen die Spieler, die ihre Bilanz kundtun durften, und vor allem diejenigen Akteure, die den Verein verlassen werden. Zum Beispiel Kapitän C.J. Stretch und der dienstälteste Spieler, Maximilian Vollmayer, wurden dementsprechend würdig geehrt und gefeiert. Dabei dürfte es dem „Volli“ nach zwölf Jahren und über 600 Spielen im Starbulls-Trikot schon etwas wehmütig ums Herz geworden sein, als er mit Ovationen verabschiedet wurde und sich noch einmal vor der „grünen Wand“ feiern lassen durfte.
Ehe die Mannschaft von Stadionsprecher Vitus Reger und Alex Swiatek vorgestellt und zu kurzen Interviews gebeten wurde, fand im Bulls28 ein Verkauf von Ausrüstungsgegenständen statt und das „Team hinter dem Team“, das Betreuer und das medizinische Personal, wurde auf dem Eis mit Dankespräsenten in die Sommerpause verabschiedet. Geschäftsführer Christoph Sandner bedankte sich bei den Fans für die großartige Unterstützung während der Saison. Er hätte das Saisonende auch lieber etwas später gehabt, sprach aber von einer erfolgreichen Saison und benannte die begonnene Aufstockung als zukunftsweisend, um einen weiteren Schritt näher an die obere Spitze zu gehen. Sponsoring-Leiter Darwin Kuhn hatte großes Lob für die Sponsoren, die auch in der kommenden Saison eher noch zunehmen dürften.
Verteidiger Joel Keussen, einer der abwandernden Spieler, erklärte, er würde das erste Heimspiel gegen seinen Ex-Verein, die Kassel Huskies, mit dem Ausgleichstor 0,1 Sekunden vor Schluss und dem Siegtreffer zum 3:2 in der Overtime gewiss nicht vergessen. Der Tenor der scheidenden Angreifer C.J. Stretch, Ville Järveläinen und Charlie Sarault lautete ziemlich ähnlich: Rosenheim sei eine eishockeyverrückte Stadt, ein Standort, an dem man mit am liebsten gespielt hätte, und die Fans seien sowieso die Besten in der Liga.
Shane Hanna bekam als Zeichen für seine Ehrung zum Spieler des Monats im Dezember 2025 einen Pokal aus Brezenteig. Seiner Meinung nach hätte es jede Saison einen Fortschritt in Rosenheim gegeben, so dürfe es auch weiter gehen. „Kein Mensch in ganz Deutschland hätte gedacht, dass Rosenheim den dritten Tabellenplatz in der Hauptrunde belegt“, zog Chefcoach Jari Pasanen den Hut vor seiner Truppe, mit der die Arbeit leicht gewesen sei. Die Saison sei fast schon perfekt gewesen, wenn da nicht die Play-offs gewesen wären. Er hatte größtes Lob für „die super tollen Fans“, die die Mannschaft auch bei den weitesten Auswärtsfahrten wie nach Düsseldorf oder Krefeld so zahlreich unterstützt hatten. Krönender Abschluss waren die Autogramme der Spieler, die weggingen, wie die warmen Semmeln.