Novo Mesto – Das Chiemgauer Radsport-Team MaxSolar Raymon ist bei einem Sprintrennen in Slowenien am Start gewesen. Das Rennen wird traditionell im Finale im Sprint entscheiden. Die Chiemgauer Truppe um ihren Leader Garcia versuchte trotzdem, das Rennen aktiv mitzugestalten.
Nach 20 Kilometern lösten sich zwei Fahrer vom Feld, McNabb von MaxSolar versuchte noch, zu den beiden Spitzenreitern aufzuschließen, aber nach zehn Kilometern musste er das Vorhaben abbrechen, weil das Feld ihn wieder eingeholt hatte. Danach übernahm das Pro Kontinental Team von Solution Tech aus Italien die Führungsarbeit. Dadurch wurde der Vorsprung der Spitze nie größer als zweieinhalb Minuten. Im zweiten Anstieg mit sechs Kilometern und Steigungen bis zu acht Prozent fuhr das Team, angeführt von Linus Scheitinger, Jose Maria Garcia in aussichtsreiche Position. Garcia attackierte und konnte sich vom Feld lösen und in der Abfahrt an die beiden Spitzenreiter aufschließen. Das Trio hatte zu diesem Zeitpunkt einen Vorsprung von einer Minute. Im Finale mussten noch drei Zielrunden absolviert werden. Das Trio hielt sich wacker, aber gegen die Sprintermannschaften hatten die Ausreißer keine Chance und wurden 30 Kilometer vor dem Ziel vom Feld gestellt. Somit wurde die Taktik im Team umgestellt und auf den Sprinter Jan Münzer ausgerichtet. Münzer wurde auf den letzten zehn Kilometern zum Ziel in eine aussichtsreiche Position gebracht. Im hektischen Finale in Novo Mesto konnte sich das Team Münzer nicht ganz vorne platzieren, sodass am Ende beim Sieg des Italieners Nencini Tommaso Münzer auf dem 20. Platz ins Ziel kam.
Münzer meinte nach dem Rennen: „Wir haben das Rennen mit Garcia mitbestimmt, aber nach dem Berg war das Ziel noch zu weit entfernt. Deshalb haben wir dann auf den Sprint gesetzt. Im Finale war es sehr hektisch. Wir haben uns dann als Team etwas verloren und ich musste mich alleine durchkämpfen. Somit kann man mit Platz 20 zufrieden sein.“re