„Dann ist nach oben keine Grenze gesetzt…“

von Redaktion

Interview 1860-München-Profi Raphael Schifferl begeistert Fans bei Autogrammstunde bei Galeria in Rosenheim

Rosenheim – Dass Rosenheim nicht nur eine Eishockey-Hochburg ist, haben die Fans des TSV 1860 München bei Galeria bewiesen. Wo sonst Einkaufshektik herrscht, bildete sich eine Schlange aus weiß-blauen Trikots und strahlenden Gesichtern. Der Grund: Innenverteidiger Raphael Schifferl war für eine Autogrammstunde nach Rosenheim gekommen.

Trotz einer kleinen Verspätung, die er mit einem charmanten Lächeln und viel Geduld wettmachte, wurde der Österreicher begeistert empfangen. Zwischen Fotowünschen und kurzen Fachgesprächen mit den Anhängern aus der Region nahm sich der 26-Jährige Zeit für ein Interview. Er sprach über seine Eindrücke von Rosenheim, seine besondere Verbindung zum Eishockey und seine persönliche Zukunft an der Grünwalder Straße.

Wie haben Sie den Andrang heute erlebt?

Erstmal war es mir unangenehm, dass ich zu spät gekommen bin. Umso cooler war es, dass sich einige Leute die Zeit genommen und sich gefreut haben, dass ich da bin. Ich freue mich über jeden einzelnen Fan, der da war. Das habe ich so nicht erwartet.

Waren Sie zuvor schon einmal in Rosenheim?

Ich war privat noch nie in Rosenheim. Ich bin ein paarmal durchgefahren, es liegt ja auf meinem Heimweg Richtung Österreich. Vielleicht kann ich, wenn die Autogrammstunde vorbei ist, einen Kaffee trinken oder ein bisschen die Innenstadt anschauen.

Haben Sie denn die Chiemgauer Alpen oder den Chiemsee bereits besucht?

Tatsächlich nicht. Weil es in der Heimat relativ viele Berge und Seen gibt, habe ich nicht den Drang, dass ich in die Berge fahre. Wenn ich mal frei habe, fahre ich lieber in die Heimat. Aber es ist mir bewusst, dass es hier in der Umgebung auch sehr schön ist.

Rosenheim ist eigentlich eine Eishockey-Stadt. Sind Sie Eishockey-Fan?

Ich war erst in München in der Arena, das war das erste Mal in Deutschland. Das werde ich schon noch ein bisschen verfolgen. Wir stellen in Kärnten den Rekordmeister Österreichs, den Klagenfurter AC. Deswegen habe ich zum Eishockey schon einen Bezug, aber nicht so krass.

Ich kann Rosenheim wärmstens empfehlen.

Ja? Es ist sehr cool, dass Rosenheim überhaupt so vertreten ist, das hatte ich so auch nicht auf dem Schirm.

Sie haben auch zwei Teamkollegen, die aus der Region kommen: Thomas Dähne und Philipp Maier.

Ich habe mich mit ihnen noch nicht wirklich über Rosenheim unterhalten. Eher mit Florian Niederlechner. Da gibt es ja dieses oktoberfest-ähnliche Fest. Da hatte ich auch schon überlegt, ob ich mir das mal anschauen könnte. Es hat sich nicht ergeben, aber die Gespräche haben schon stattgefunden.

Philipp Maier ist aktuell im Mittelfeld gesetzt. Wie wichtig ist es für Sie als Innenverteidiger, so ein Mentalitätsmonster auf dem Platz zu haben?

Wir ergänzen uns ganz gut. Ich bin froh, wenn ich jemanden vor mir habe, der gerne die Drecksarbeit verrichtet. Es weiß jeder, dass das seine Stärke ist. Es freut mich für ihn, dass er so viel Spielzeit bekommt.

Thomas Dähne steht hinter Ihnen im Tor. Wie schätzen Sie ihn als Torwart und als Menschen ein?

Tom ist ein super Torwart, dazu brauche ich nicht mehr viel sagen. Er ist auch ein angenehmer Zeitgenosse, er passt super in den Haufen rein. Dafür, dass er erst seit dieser Saison da ist, hat er schon einen Riesen- Stellenwert in der Mannschaft.

Die Fans warten aktuell auf Ihre Vertragsverlängerung. Können Sie dazu schon irgendwas sagen?

Davon weiß ich gar nichts (lacht). Es freut mich natürlich, dass es den ein oder anderen Fan gibt, der sich das wünscht. Das ist für mich eine Ehre. Aber das liegt nicht nur in meiner Hand, ich kann nur die Leistungen bringen. Das ist mir im Frühjahr ganz gut gelungen. Dann liegt es am Verein, wie er plant. Ich bin offen für Gespräche.

Heute waren viele Kinder da, die vielleicht auch mal Profi werden wollen. Was können Sie denen mit auf den Weg geben?

Mich freut es immer, so viele Kinder zu sehen, weil ich selbst einmal an deren Stelle war. Deswegen nehme ich mir gerne die Zeit. Der Spaß muss immer im Vordergrund stehen. Denn mit Spaß fällt alles leichter. Und wenn du den Spaß nicht verlierst, dann ist nach oben keine Grenze gesetzt. Wichtig ist, dass man es genießt, dann ist das ein sehr schöner Beruf. Marinus Obermaier

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