Der Center für den Paradesturm

von Redaktion

Die Starbulls Rosenheim haben ihren ersten Neuzugang für die kommende Spielzeit bekannt gegeben: Vom DEL2-Konkurrenten Blue Devils Weiden wechselt der 33-jährige Deutsch-Tscheche Tomás Rubeš an die Mangfall. So planen die Rosenheimer Eishockeyspieler mit Rubeš – und das hat er mit C.J. Stretch gemein.

Rosenheim – „Rubeš gehörte in den vergangenen Jahren zu den prägenden Spielern in Weiden. In den beiden Oberliga-Spielzeiten 2022/23 und 2023/24 zählte er zu den absoluten Leistungsträgern und überzeugte mit konstant starken Offensivleistungen. Mit seinem Spielverständnis, seiner Abschlussstärke und seiner Präsenz in der Offensive war er ein zentraler Faktor im Angriffsspiel der Blue Devils. Nach dem Aufstieg stellte Rubeš seine Qualitäten auch in der DEL2 unter Beweis und zeigte, dass er seine offensive Durchschlagskraft auch eine Liga höher einbringen kann und sich auf diesem Niveau behaupten kann“, vermeldeten die Starbulls bei der Verkündung des Neuzugangs.

„Tomáš ist ein sehr spielstarker Stürmer, der über Jahre hinweg in Weiden eine Führungsrolle in der Topreihe übernommen hat. Wir sind überzeugt, dass er diese Rolle auch bei uns einnehmen und unser Offensivspiel maßgeblich prägen kann“, berichtet Rosenheims Cheftrainer Jari Pasanen. Das bedeutet also, dass der Deutsch-Finne seinen neuen Angreifer als Mittelstürmer in der Paradereihe einplant. An seiner Seite sollen dann die beiden neuen Kontingentstürmer, die noch nicht feststehen, für Tore und Punkte sorgen.

Das hat Rubeš in den letzten Jahren fleißig getan. In sieben Spielzeiten für Weiden hat es der 33-Jährige auf 278 Oberliga-Spiele mit 437 Punkten (154 Tore und 283 Vorlagen) sowie 81 DEL2-Begegnungen mit 85 Punkten (27 Tore, 58 Vorlagen) gebracht. Zuvor war der Mittelstürmer unter anderem jeweils zwei Saisonen in der ersten und zweiten französischen Liga sowie einige Spiele in der dritten schwedischen Spielklasse aktiv. Der aus Prag stammende Angreifer wurde im Nachwuchs von Sparta Prag groß und bestritt beim Traditionsverein auch seine ersten Partien im Herrenbereich – unter anderem mit dem ehemaligen NHL-Akteur David Vyborny und dem früheren Starbulls-Torhüter Tomas Pöpperle. Der talentierte Rubeš wurde im Nachwuchsbereich auch für das tschechische Nationalteam nominiert und bestritt dort Länderspiele mit der U20, U18 und U17.

In den beiden letzten Spielzeiten bekleidete Rubeš das Kapitänsamt – genau wie C.J. Stretch in Rosenheim, dessen Position im Angriff der Deutsch-Tscheche nun einnehmen wird. Allerdings bremste eine schwere Verletzung den Tschechen, der seit Sommer 2024 auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, aus. Anfang Dezember wurde der Angreifer operiert und konnte im weiteren Verlauf der Saison nicht mehr eingreifen. So standen für ihn nur 20 Spiele mit sechs Toren und 15 Vorlagen zu Buche. Angst, dass die Verletzung nachwirkt, hat Rosenheimer Cheftrainer nicht. „Natürlich hat ihn die Verletzung in der vergangenen Saison etwas gebremst, aber er wird über den Sommer wieder fit“, sagt Pasanen.

Rubeš selbst hat sich nach acht Jahren schweren Herzens aus Weiden verabschiedet: „Wenn mich jemand noch vor einem Jahr darauf angesprochen hätte, hätte ich ihn wohl für verrückt erklärt. Aber eine Eishockeykarriere ist endlich, und ich habe eine neue Chance und spannende Herausforderung bekommen, genau darum geht es im Sport. Nach vielen schlaflosen Nächten habe ich mich entschieden, meine Komfortzone hier in Weiden, meinem Zuhause, zu verlassen und diesen Schritt zu wagen.“ Auf Rosenheim freut er sich aber schon: „Bei unserem Familienbesuch haben wir uns sofort wohlgefühlt, sowohl die Stadt als auch die Umgebung haben uns begeistert. Wir können es kaum erwarten, hier unser neues Kapitel zu beginnen.“

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