„Vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht gegeben“

von Redaktion

Schweinfurts langjähriger Boss Markus Wolf zieht sich nach 18 Jahren zurück

Schweinfurt – Der 1. FC Schweinfurt 05 hat in den letzten Jahren mehrfach versucht, den Verein in den Profifußball zu hieven. Dazu stellte der Mäzen und Präsident Markus Wolf (58) 2016 auf Profitum um. Doch alle Versuche, nach oben zu kommen, scheiterten mit diesem Modell. Nach der Rückkehr zum Amateurfußball schafften es die Schnüdel im vorigen Jahr, als Amateurteam die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern zu erringen und stiegen direkt in die 3. Liga auf. Seit dem Dienstag der Vorwoche ist der Abstieg der Schweinfurter aber bereits besiegelte Sache und so geht es nach nur einem Jahr im Profibereich wieder runter in die Regionalliga Bayern.

Am Samstag verkündete Wolf, Inhaber der Firma „Wolf Möbel“, der seit 2008 bei den Unterfranken Geld im zweistelligen Millionenbereich investiert haben soll, seinen Rückzug mit sofortiger Wirkung. Wie es beim Traditionsklub nun weitergeht, ist völlig offen, es sind alle Szenarien denkbar.

Wolf wird wie folgt zitiert: „Nach insgesamt 16 Jahren im Vorstand sowie 18 Jahren als Hauptsponsor des Vereins erkläre ich hiermit meinen Rücktritt mit sofortiger Wirkung. Diese Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen. In den vergangenen Jahren durfte ich gemeinsam mit vielen engagierten Mitstreitern eine außergewöhnlich erfolgreiche Entwicklung des Vereins mitgestalten. Der sportliche Weg von der Landesliga bis in die 3. Liga erfüllt mich mit großem Stolz und bleibt ein bedeutender Meilenstein in der Vereinsgeschichte. Gleichzeitig zeigen aktuelle Entwicklungen rund um den Verein – unter anderem auch öffentlich sichtbar gewordene Stimmungen und Ausdrucksformen, wie sie zuletzt im Stadion dokumentiert wurden – dass eine vertrauensvolle und geschlossene Zusammenarbeit in der bisherigen Form nicht mehr gegeben ist. Für mich ist jedoch genau diese Geschlossenheit eine zentrale Voraussetzung für nachhaltigen sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg.“ Der langjährige Sponsor und Vereinsboss erklärte weiter: „Aus Verantwortung gegenüber dem Verein und, um Raum für einen Neuanfang zu schaffen, halte ich diesen Schritt für konsequent und notwendig. Ich danke allen Wegbegleitern, Unterstützern, Spielern, Trainern, Mitarbeitern und Fans, die diesen Weg über viele Jahre hinweg mitgetragen haben. Dem Verein wünsche ich für die Zukunft alles Gute, Stabilität und weiterhin sportlichen Erfolg. Wir sehen uns weiterhin im Stadion.“dme

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