Bayernliga-Stenogramm

Erlbachs Schwere, Anschörings Befürchtung

von Redaktion

Ein Spiel der Fußball-Bayernliga Süd, das schon fast eine perfekte Geschichte geschrieben hätte, endete für den SV Erlbach bitter: Nach dem späten 1:1-Ausgleich durch Joker Pascal Linhart (86.) kassierten die Gastgeber kurz darauf den entscheidenden Treffer zum 1:2 gegen den TuS Geretsried. Die achte Niederlage bedeutete für die Holzland-Truppe gleichzeitig einen Rückschlag im Aufstiegskampf.

„Die erste Halbzeit war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte SVE-Coach Lukas Lechner nach der dritten Heimpleite – und fügte an: „Wir haben gerade eine Phase, in der uns vieles nicht so leicht fällt wie gewohnt. Uns fehlt die Leichtigkeit.“ Die Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause bewertete er als positiv: „Wenn wir da das 1:1 machen, bin ich überzeugt, dass wir gewinnen. Wir drücken, erzielen spät den Ausgleich und dann bekommt der Gegner noch den einen Freistoß. Im Moment ist es einfach so, dass das Spielglück nicht da ist.“

Sein Gegenüber, TuS-Trainer Daniel Dittmann, war dagegen stolz auf seine Crew: „Wir sind top ins Spiel gekommen, hätten aber auch das zweite oder dritte Tor machen müssen. Bei einer 1:0-Führung hat Erlbach immer die Qualität zurückzukommen, das hat sich in der zweiten Halbzeit gezeigt.“ Besonders freute ihn die Reaktion nach dem Ausgleich. Am kommenden Samstag (14 Uhr) wollen es die Lukas-Lechner-Schützlinge im Gastspiel beim SV Heimstetten besser machen.

Besser machen – zumindest in der Defensive – will es auch der zweite Inn/Salzach-Klub der 5. Liga, der Rangdritte SV Kirchanschöring. Die Jungs von Chefanweiser Thomas Leberfinger gewannen zwar jüngst 4:1 gegen den FC Ismaning, hatten jedoch Glück, dass die Gäste einige Großchancen liegen ließen. Am Freitag (19 Uhr), wenn für den SVK an der Grünwalder Straße 114 das Spitzenspiel bei Tabellenführer TSV 1860 München II auf dem Plan steht, werde eine Abwehrleistung wie am vergangenen Samstag nicht für ein gutes Ergebnis reichen, befürchtet Leberfinger. „Wenn wir da so spielen wie gegen Ismaning, wird es Gegentore hageln“, redet der Trainer der Gelb-Schwarzen Klartext.

Kirchanschöring hat im Übrigen längst die Regionalliga-Zulassung beantragt, und in diesem Zusammenhang kam es vergangene Woche in der EM-Group-Arena zu einer Platzbegehung mit Verbandsfunktionären. Die „Anschöringer“ möchten demnächst – unabhängig von einem möglichen Aufstieg – die Umzäunung des Stadions in Angriff nehmen.

Auch die Personalplanungen von SVK-Sportchef Sven Vetter für die Spielzeit 2026/27 laufen auf Hochtouren. „Es gab sehr positive Gespräche“, betonte er, „ich kann mir schon vorstellen, dass wir demnächst Vollzug melden können.“cs

Artikel 7 von 11