Rosenheim – Der TSV 1860 Rosenheim hat in der Fußball-Landesliga Südost kaum Zeit zum Durchatmen. Nach der Derbypleite in Wasserburg und dem Revanchesieg gegen Traunstein steht für die Mannschaft von Wolfgang Schellenberg bereits am heutigen Dienstag die nächste schwere Aufgabe bevor. Dann muss Rosenheim um 19.30 Uhr beim VfB Hallbergmoos-Goldach antreten.
Die Aufstiegsträume der Sechziger sind wenige Wochen vor dem Saisonende nach wie vor am Leben – und die Schellenberg-Elf hat zumindest die Relegation selbst in der Hand. Vier Punkte Vorsprung hat 1860 auf die SpVgg Unterhaching II, wobei die Regionalliga-Zweitvertretung auch noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand hat. Fünf Punkte trennen die Sechziger von Spitzenreiter Wasserburg, mit einem Sieg in Hallbergmoos würde dieser Rückstand auf zwei Zähler schmelzen. Allerdings haben auch die Gastgeber noch kleine Hoffnungen auf den Aufstieg, immerhin trennen den VfB nur fünf Punkte von Rosenheim. Abschenken wird Hallbergmoos diese Partie also nicht. Und die Hausherren treten nach zwei Siegen in Folge mit Selbstvertrauen an. Zuvor lohnt sich auch noch ein Blick auf das Hinspiel: Im August des letzten Jahres lieferten sich beide Mannschaften eine Partie, die so schnell niemand vergaß. Nach einer frühen Führung für die Gäste drehte Rosenheim das Spiel und war mit 3:1 in Front. Valentin Bamberger glich dann in der 89. Minute aus, ehe Eren Emirgan vom Anstoß weg ein Traumtor zum 4:3-Endstand erzielte. Das Rückspiel war aufgrund von Nebel abgebrochen worden.
Bezirksliga: Für den SV Aschau/Inn wird die Luft im Tabellenkeller der Bezirksliga Ost immer dünner. Mit 21 Punkten stehen die Veilchen auf dem letzten Rang, fünf Punkte beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer. Allerdings hat der Aufsteiger noch ein Ass im Ärmel: zwei Nachholpartien. Die erste davon findet am morgigen Mittwoch um 20 Uhr in Waldperlach statt. Der direkte Konkurrent im Abstiegskampf liegt vier Punkte vor Aschau auf dem ersten Relegationsplatz. Für Aschau ist diese erste Nachholpartie eine große Chance – um die rote Laterne abzugeben und einen großen Schritt zum Klassenerhalt zu machen.
Kreisliga 1: Gleich vier Nachholspiele stehen in der Kreisliga 1 an. Den Start macht am heutigen Dienstag der TV Feldkirchen, der um 18.30 Uhr den SV Westerndorf empfängt. Der SVW musste am Wochenende gegen Raubling die erste Niederlage seit der Winterpause einstecken und dürfte alle Aufstiegsträume inzwischen begraben haben. Für Feldkirchen dagegen geht es im Keller gegen den Abstieg, zwei Punkte steht der Aufsteiger vor der roten Zone. Das Hinspiel Anfang März war eine klare Sache, 6:0 gewann Westerndorf auf dem heimischen Kunstrasen. Drei weitere Partien stehen am Mittwoch auf dem Plan – jeweils mit Beteiligung von Spitzenteams. Die SG Reichertsheim-Ramsau/Gars empfängt um 19.30 Uhr den SV Oberbergkirchen in Gars. Die SG RRG ist aktuell im Fall, seit vier Spielen wartet die Mannschaft auf einen Sieg. Besser läuft es beim SVO, der in den letzten drei Partien zweimal als Sieger vom Platz ging und sich dadurch ein kleines Polster auf die Abstiegsränge erarbeitet hat. Zeitgleich tritt der TSV Reischach beim TSV Neuötting an. Für die Gäste ist es die erste von zwei englischen Wochen hintereinander. Gewinnt Reischach beide Nachholspiele, könnte man noch einmal oben anklopfen. Neuötting hingegen benötigt dringend Punkte gegen den Abstieg. Das gilt auch für die U23 des TSV Buchbach, die um 20 Uhr beim Spitzenreiter TuS Raubling antritt. Der Tabellenführer marschiert weiter vorne weg und bestand zuletzt auch den Härtetest gegen Westerndorf. Allerdings sitzt dem TuS der FC Grünthal im Nacken, verlieren ist für den Absteiger also verboten.obe