„Die haben gemacht, was sie wollten“

von Redaktion

„Hart gecheckt“ – der OVB-Podcast zu den Starbulls Rosenheim geht auch in der Sommerpause weiter auf Sendung. Im Zwei-Wochen-Rhythmus gibt es bis zum Start der neuen Saison Gespräche mit besonderen Gästen und zu wichtigen Themen. Gast in der 101. Ausgabe ist Lukas Steinhauer. Der gebürtige Rosenheimer stand von 2015 bis 2020 im Tor der Starbulls und ist aktuell noch in der Bayernliga beim EHC Klostersee im Einsatz.

Rosenheim – Der 33-jährige Steinhauer lebt weiterhin in Rosenheim und ist natürlich deshalb auch gut über die Starbulls informiert. „Die Eishockey-Welt ist sowieso klein“, sagt der frühere Junioren-Nationalspieler, der bei zwei Weltmeisterschaften im Einsatz war und dort unter anderem mit den früheren NHL-Spielern Tobias Rieder und Tom Kühnhackl in der deutschen Auswahl gespielt hat. Im Rosenheimer Nachwuchs stand Steinhauer im Team mit Philipp Grubauer, bis dieser dann 2008 nach Kanada gewechselt ist. „Wir sind ja quasi miteinander aufgewachsen und haben einiges erlebt“, sagt er – und erzählt, was die beiden Torhüter alles angestellt haben. Der ehemalige DEL-Akteur (Spiele für die Hannover Scorpions, den EHC München und die Schwenninger Wild Wings) spricht bei „Hart gecheckt“ über:

…Torwart-Konkurrenz im eigenen Team: „Der andere Torwart ist der einzige, der weiß, was du durchmachst. Du musst dich gegenseitig unterstützen, weil es sonst nicht funktioniert. Wenn du dann einen Konkurrenzkampf daraus machst, dann leidet am Ende die ganze Mannschaft darunter. Und damit ist keinem geholfen.“

…die Saison im Herrenbereich mit dem erfahrenen Claus Dalpiaz: „Ich habe dem Clausi vielleicht mehr beigebracht als er mir (lacht). Er war tiefenentspannt, hatte immer einen guten Spruch und war immer locker. Das war eine coole Zeit.“

…das Leben von jungen Torhütern in den oberen Ligen: „Die Zeit hat sich geändert. Früher hast du eine Nummer eins gehabt, die 40 oder 50 Spiele gemacht hat. Und der andere Torhüter ist dann mal sporadisch reingekommen. Ansonsten war er halt fürs Training da. Heute kann kein Torhüter mehr 50 Spiele bestreiten, das geht nicht mehr. Und da ist es ganz gut, dass die jungen dann mal ihre zehn, 15 oder 20 Spiele machen. Nur so lernst du.“

…Förderlizenzen: „Ich bin kein Freund davon, weil dieses Rumgeschiebe keinem etwas bringt. Heute bist du da, morgen bist du da. Geh lieber eine Liga runter, spiele – und arbeite dich dann hoch. Der Neffin aus Regensburg ist da gerade das beste Beispiel. Du hast jedes Jahr gesehen, wie er sich verbessert. Das ist eigentlich der perfekte Weg.“

…die Abstiegssaison mit Rosenheim: „In diesem Jahr ist alles gegen uns gelaufen. Wir haben eigentlich keine so schlechte Hauptrunde gespielt, haben bis zum letzten Wochenende noch um die Pre-Play-offs gespielt. Aber dann sind wir in die Play-downs reingerutscht und dann hat es einfach nicht sein sollen. Und dann ist einfach alles bergab gegangen.“

…eine Saison mit Ville Järveläinen in Bayreuth: „Der Ville ist einfach ein kleiner Knipser. Er hatte einen guten Sturmpartner, der ihm die Dinger so hingelegt hat, wie er es gebraucht hat. Und dann war das Ding jedes Mal drin.“

…den besten Mitspieler, den er jemals hatte: „Blake Wheeler in München. Der hat einfach eine andere Sportart gespielt. Wir hatten damals Blake Wheeler und Paul Stastny, und die beiden haben mit der Liga gemacht, was sie wollten.“

…den Abgang von Oskar Autio bei den Starbulls: „Es ist schwierig, wenn du in den Play-offs jedes Spiel deinen Torhüter wechselst. Ich glaube, Regensburg hat auch nicht gewechselt. Ich bin ein Fan davon, dass ich vor den Play-offs eine klare Ansage mache: ,Du bist der Starter, du spielst.‘ Bleib‘ bei einem und gib den Jungs das Vertrauen.“

Die OVB-Sportredaktion und Steinhauer vertiefen in „Hart gecheckt“ die Torhüter-Situation bei den Starbulls Rosenheim und den Wechsel von Oskar Autio. Der 33-jährige Studiogast erzählt zudem, warum er sein erstes DEL-Spiel in der Rückschau als das „entspannteste Spiel in meinem ganzen Leben“ erlebt hat, welcher Verein ihm bei der Förderung junger Spieler imponiert und dass er beim damaligen Rosenheimer Rekordspiel eigentlich gar nicht hätte mitwirken sollen. Zudem gibt es die Auflösung des Gewinnspiels anlässlich der 100. Ausgabe von „Hart gecheckt“.

Alle Folgen von „Hart gecheckt“ finden Sie bei Spotify, Apple Podcasts und vielen gängigen Podcatchern. Wollen Sie die Folgen downloaden und später anhören? Klicken Sie auf „Teilen“ und dann auf das Download-Symbol. Außerdem gibt es am Donnerstagabend die komplette Folge auf Radio Charivari zu hören.

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