Rosenheim – Damit hat wohl niemand gerechnet: Erst in der vergangenen Saison schafften die Damen des SB DJK Rosenheim den Sprung von der Bayernliga in die Regionalliga, jetzt stehen die Rosenheimerinnen im Finale und spielen um den Aufstieg in die zweite Basketball-Bundesliga. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich der Damen-Basketball in Rosenheim entwickelt hat“, sagt Johanna Macht. Sie spielt bereits ihre 26. Saison beim Sportbund und hat schon zahlreiche Ligen durchlaufen. In einem Finale um den Aufstieg in die zweite Bundesliga stand sie noch nie. Bis jetzt. „Das ist ein ganz besonderer Moment“, sagt sie. Beginn des ersten Spiels der Best-of-three-Serie ist am Samstag um 15 Uhr in der Gaborhalle. Im Anschluss spielen die Herren um 18 Uhr.
Gegner beim Kampf um den Aufstieg ist Jahn München – die einzige Mannschaft, gegen die Rosenheim bislang noch nicht gewinnen konnte. In der regulären Saison trafen beide Mannschaften zweimal aufeinander, beide Male hatte München die Nase vorn. Im Hinspiel verloren die Sportbund-Damen mit 76:81, im Rückspiel noch einmal deutlicher mit 60:72. Am Samstag soll es besser laufen. „Wir haben diese Saison noch nicht gegen Jahn gewinnen können, deswegen ist nochmal eine Extraportion Motivation da“, sagt Levke Brodersen. Hätte sie am Anfang der Saison jemand gefragt, ob es ihre Mannschaft ins Finale geschafft, hätte sie wahrscheinlich erst einmal nur gelächelt. Umso größer ist die Vorfreude darüber, dass es doch geklappt hat. „Wir freuen uns sehr, ein letztes Heimspiel vor der wahnsinnigen Kulisse in Rosenheim spielen zu dürfen“, fügt sie hinzu.
Bei den SBR-Herren ist die die lange Siegesserie in der vergangenen Woche gerissen – beim Drittletzten SB München gab es eine relativ deutliche 83:71-Niederlage, die dazu führte, dass die Spartans ihren zweiten Tabellenrang wieder an Augsburg abgeben mussten. In der Landeshauptstadt fanden die Rosenheimer von Beginn an nicht in die Partie: 15:26 verloren sie gleich den ersten Spielabschnitt und liefen diesem Rückstand bis zur Halbzeit hinterher. Im dritten Viertel kam dann zwar nochmals Hoffnung auf und die Raab-Schützlinge kamen auf 48:50 heran, bis zum Ende des Abschnitts zogen die Hausherren dann aber bereits wieder auf neun Zähler davon und ließen sich diesen Vorsprung auch in den letzten zehn Minuten nicht mehr nehmen.
Diesen Ausrutscher wollen die Spartans bei ihrem letzten Saisonauftritt vor eigenem Publikum unbedingt wettmachen, wenn sie am Samstag um 18 Uhr Treuchtlingen in der Gaborhalle empfangen. Mit dem Tabellenvierten wartet zum Abschluss noch mal ein harter Brocken. Das Hinspiel verloren die Rosenheimer relativ deutlich mit 57:73 – eine gelungene Revanche wäre also die beste Möglichkeit, sich standesgemäß vom eigenen Anhang zu verabschieden! Und mit einem Sieg beim Ligaprimus Illertal am letzten Spieltag könnte es dann eventuell sogar noch zur Vizemeisterschaft reichen… hei/aia