München – Ausgerechnet in der Heimat hat das Tennis-Doppel Jakob Schnaitter/Mark Wallner seinen bislang größten Erfolg gefeiert. Bei den BMW Open by Bitpanda in München haben sich der Wasserburger und der gebürtige Münchner aus der Qualifikation heraus bis ins Finale gespielt und sich dort dann auch den Turniersieg geholt. Es war der erste Sieg der beiden oberbayerischen Tennis-Cracks auf der ATP-Tour.
Über die Qualifikation waren Schnaitter (30) und Wallner (26) ins Hauptfeld gekommen und hatten sich dann bis ins Finale durchgekämpft. Dort hatten sie den ersten Satz gegen die französische Paarung Theo Arribagee/Albano Olivetti mit 6:4 gewonnen, den zweiten Durchgang mussten die beiden im Tiebreak abgeben. Danach gab’s im Match-Tiebreak kein Halten mehr. Die Fans feuerten die beiden lautstark an, Jakob Schnaitter und Mark Wallner blieben nervenstark und konnten nach 1:44 Stunden ihren zweiten Matchball verwandeln (6:4; 6:7 (4); 12:10). Und danach ließen sie sich richtig feiern: „Das kann man noch gar nicht glauben, es ist einfach verrückt“, so Jakob Schnaitter. „Es ist ein Traum, der in Erfüllung geht“, ergänzte Mark Wallner, „eine unglaubliche Geschichte“.
Schon der Weg ins Endspiel war hart umkämpft: Dem Zweisatzerfolg über die deutsche Paarung Justin Engel/Max Rehberg in der ersten Quali-Runde folgte ein knapper Sieg mit 11:9 im Match-Tiebreak gegen das australisch-us-amerikanische Duo Peers/Galloway. Auch im Hauptfeld bewies die oberbayerische Paarung Nervenstärke, denn sowohl im Achtelfinale gegen Arends/Pel aus den Niederlanden als auch im Viertelfinale gegen den Niederländer Stevens und den in der Bundesliga für Rosenheim spielenden Petr Nouza siegten Schnaitter und Wallner jeweils im Match-Tiebreak. Das Halbfinale gegen den Neuseeländer Venus und den Inder Bhambri ging dann in zwei Sätzen an die späteren Sieger.
Schnaitter/Wallner spielen seit 2022 zusammen im Doppel. Im vergangenen Jahr schafften sie zweimal den Sprung in ein ATP-Finale. Mit Rang 36 nehmen sie in der aktuellen Doppel-Weltrangliste die beste Platzierung in ihrer Karriere ein.