Le Mans – Der Saisonauftakt der FIM Endurance Weltmeisterschaft 2026 (FIM EWC) ist für BMW Motorrad Motorsport und den Obinger Fahrer Markus Reiterberger zu einer emotionalen Achterbahnfahrt geworden. Bei den legendären 24 Stunden von Le Mans (FRA) lag das BMW Motorrad World Endurance Team bis zum Morgen komfortabel in Front. Technische Probleme im letzten Renndrittel warfen das BMW Werksteam jedoch zurück. Mit der Führung bei den 8- und 16-Stunden-Marken sowie Platz zwölf in der EWC-Klasse im Ziel gab es dennoch wichtige Punkte.
Das Werkstrio auf der #37 BMW M 1000 RR, Michael van der Mark, Reiterberger und Steven Odendaal, trumpfte schon im zweiteiligen Qualifying auf. Sie verpassten die Poleposition nur um 0,032 Sekunden. Von Startplatz zwei ging es in den 24-Stunden-Marathon, und Stunde um Stunde lief es ganz nach Plan. Nach acht und 16 Stunden sammelte das BMW Motorrad World Endurance Team die Zusatzpunkte für die Führung ein, komfortabel an der Spitze des Feldes ging es in den neuen Tag. Doch dann traten verschiedene technische Probleme auf, in der Schlussphase folgte eine lange Reparaturpause. Die Mannschaft konnte jedoch noch einmal auf die Strecke und das Rennen beenden. So reist das BMW Motorrad World Endurance Team auf Rang sechs der Weltmeisterschaftswertung aus Le Mans ab. Die zweite Runde der FIM EWC 2026, das Acht-Stunden-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps, wird Anfang Juni ausgetragen.
„Das Rennen war eigentlich gut. Wir hatten einen super Rhythmus. Alle drei Fahrer waren schnell, und die Spritstrategie war einwandfrei. Wir konnten viele, viele Runden mehr fahren als die Konkurrenz und haben dadurch die Acht- und 16-Stunden-Punkte geholt. Alle Fahrer waren gut drauf und das Team hat perfekt zusammengearbeitet. Leider ging es dann los: ein kleiner Fehler am Bike, der aber schnell behoben wurde. Dann der Crash von Michael, der kleine Folgeschäden mit sich gezogen hat, und am Ende hatten wir wieder ein Problem. Aber wir konnten es ins Ziel retten und zumindest die Punkte mitnehmen. Wir sind natürlich sehr enttäuscht, weil wir endlich Le Mans gewinnen wollten, und ich glaube, dieses Jahr hätten wir das Zeug dazu gehabt. Aber wir stecken den Kopf nicht in den Sand, wir sind immer noch dabei. Vielen Dank an das ganze Team, sie haben alles gegeben“, resümierte Reiterberger. re