Rosenheim – Ihr letztes Heimspiel in dieser Saison haben die Basketball-Damen vom Sportbund Rosenheim zwar verloren, vorbei ist der Traum vom Titel in der Regionalliga aber noch lange nicht. Allerdings hat die Mannschaft von Jahn München, die in der Rosenheimer Gabor-Halle mit 87:75 die Oberhand behielt, zunächst einmal Matchball. Am Freitag findet das zweite Duell der Finalserie in München statt. Sollte den Rosenheimerinnen dort der Ausgleich gelingen, dann ist das entscheidende Spiel um die Meisterschaft am Sonntag in München.
Beiden Teams war zu Beginn die Nervosität anzumerken, es dauerte über zwei Minuten, ehe der Ball das erste Mal durch den Korb flog: München hatte getroffen, doch Rosenheim konterte gleich durch die ersten Punkte von Maria Perner. Das Eis war nun gebrochen, wobei die Gäste zunächst immer leicht in Führung lagen. Kurz vor Ende des ersten Viertels gingen die Gastgeberinnen dann beim 23:21 erstmals in Führung und ließen noch einen weiteren Punkt folgen. Im zweiten Abschnitt wurde es noch besser: Bis zur 15. Minute erhöhte der Sportbund durch drei Dreier in Serie auf 39:30. Das war auch die Phase, in der die Rosenheimerinnen viele Ballgewinne hatten. „So gut haben wir noch nie verteidigt“, lobte Trainerin Corinna Kollarovics. Dann lief aber nichts mehr und Jahn München, das in dieser Saison noch unbesiegt ist, schlug bis zur Halbzeitpause mit einem 12:0-Lauf und der 42:39-Führung zurück.
Mehrere Dreier bestimmten das dritte Viertel. Rosenheim kämpfte, kam aber nicht mehr heran. Die Ballgewinne wurden weniger und man merkte den Sportbund-Damen an, dass mit Anna Heise, die im zweiten Duell wieder mit an Bord ist, ein Fixpunkt unter dem Korb fehlte. Auf Münchner Seite wurde Emma Steinbicker immer dominanter. Sie überzeugte nicht nur als beste Gäste-Werferin mit 23 Punkten, sondern auch als Ballschlepperin und Spielmacherin. „Vielleicht war es ein Fehler, dass wir uns zu sehr auf andere Spielerinnen konzentriert haben“, rätselte Kollarovics hinterher. Als Rosenheim gegen Ende des dritten Viertels noch einmal dran war, sorgte Steinbicker für Ernüchterung. Das letzte Viertel war dann vergebliches Anlaufen, ehe die Luft dann raus war. „Wir haben dann offensiv keinen Zug zum Korb gefunden und die Würfe von außen nicht mehr getroffen – und dann wird es halt schwierig, so ein Spiel zu gewinnen“, bilanzierte Kollarovics.
Die SBR-Trainerin gibt sich für das Spiel am Freitag dennoch zuversichtlich: „Wir haben in der ersten Halbzeit bewiesen, dass Jahn München verwundbar ist. Und wir waren uns nach dem Spiel alle einig, dass wir diejenigen sind, die sie schlagen können – wir müssen das halt über 40 Minuten so spielen.“
Für Rosenheim spielten: Maria Perner (23 Punkte), Sokmann (3), Kirchner, Macht, Szenes (3), Hebecker (10), Sophie Perner (23), Langer, Weymar, März, Brodersen (13).