Leipzig – Vom Schnee direkt in die Erfolgsspur auf Asphalt: Der frühere Nordische Kombinierer Jakob Lange (30) hat in Leipzig seinen ersten großen Marathon-Erfolg gefeiert. Der Flintsbacher, der für das Laufteam des PTSV Rosenheim an den Start geht, siegte kurz nach seinem Rücktritt vom Wintersport mit 2:17:43 Stunden beim 48. Leipziger Marathon. Lange konnte bereits 2024 und 2025 jeweils die Halbmarathondistanz in Leipzig für sich entscheiden, wollte aber in diesem Jahr auf der Marathondistanz an den Start gehen.
Bei diesem traditionsreichen und ältesten Marathonrennen Deutschlands waren 14.300 Starter gemeldet. 1.700 Starter wagten sich bei nasskalten Bedingungen auf die lange 42,2- Kilometer-Marathondistanz. Nur neun Wochen nach seinem starken Auftritt beim Sevilla-Marathon, wo er in 2:16:40 Stunden mit persönlicher Bestzeit finishte, lief Jakob Lange in Leipzig kontrolliert zum Sieg.
Es kristallisierte sich von Beginn an ein Zweikampf mit Habtamu Agumas Geleta (Äthiopien), der für SG Motor Golis Nord/Leipzig startet, heraus. Lange lief beständig und kontrolliert von der Spitze, Agumas Geleta immer an seiner Seite. Bis zur Halbmarathon-Marke ergab sich dabei ein Schnitt von knapp 3:17 Minuten pro Kilometer. Mit einer Durchgangszeit um die 1:09:30 Stunden gingen die beiden in die zweite Streckenhälfte. Ab Kilometer 25 forcierte Lange das Tempo deutlich und konnte dadurch den äthiopischen Konkurrenten abschütteln. Die zweite Rennhälfte lief der ehemalige Wintersportler in einer Geschwindigkeit um 3:10 Minuten pro Kilometer und kam mit knapp acht Minuten Vorsprung auf Agumas Geleta als Sieger ins Ziel. Mit den 1:08:04 Stunden für die zweite Rennhälfte hätte Jakob Lange sogar das Halbmarathon-Rennen für sich entschieden. Seine Siegerzeit von 2:17:43 Stunden bedeutete gleichzeitig die schnellste Siegerzeit beim Leipziger Marathon seit mehr als 20 Jahren. Die Strecke war nach internationalen Standards vermessen und daher bestenlistenfähig.
„Ich habe mich von Anfang an gut gefühlt – auch wenn die zweite Runde dann zäh wurde. Die Strecke in Leipzig ist nicht die einfachste und nicht die schnellste. Aber die Stadt ist schön, die Veranstaltung immer top organisiert und das Publikum sehr laufbegeistert“, so Jakob Lange nach dem Rennen. „Ich bin super glücklich über den Sieg. Ich fange ja gerade erst richtig an mit meiner professionellen Laufkarriere. Mein Ziel für 2026 ist der Berlin-Marathon Ende September. Da will ich meine Bestzeit noch mal deutlich verbessern. Danach schauen wir mal was noch an Entwicklung möglich und denkbar ist.“rap