Rosenheim – Wer steigt auf? Wer steigt ab? In wenigen Wochen werden diese zwei Fragen bereits beantwortet sein. Die Fußballsaison im Kreis Inn/Salzach neigt sich nämlich dem Ende zu. Die Augen sind dabei vor allem auf den Zweikampf in der Landesliga Südost gerichtet.
Landesliga Südost: Da kommt es am 31. Spieltag zum Fernduell um die Tabellenführung. 1860 Rosenheim darf zuhause ran, Eintracht Karlsfeld wird an der Jahnstraße zu Gast sein. Der TSV Wasserburg muss dagegen beim TSV Kastl ran – beide Spiele finden am Samstag um 14 Uhr statt. Aus den Jägern wurden die Gejagten – plötzlich steht 1860 vor den Löwen an der Tabellenspitze. Druck haben die Sechziger deshalb aber nicht. „Wieso Druck?“, fragte Wolfgang Schellenberg auf Nachfrage der OVB-Sportredaktion. „Vor der Saison haben uns die Experten abgeschrieben. Sollten wir ‚nur‘ Zweiter werden, haben wir das Saisonziel also trotzdem weit übertroffen“, erklärt der Rosenheimer Trainer. Mit Karlsfeld kommt nun ein möglicher Stolperstein an die Mangfall. Der Tabellenvorletzte fügte zuletzt Unterhaching II eine 5:1-Niederlage zu – und auch im Hinspiel gegen die Schellenberg-Elf holten die Gäste einen Punkt. „Jeder Gegner ist gefährlich“, weiß auch der 1860-Coach, gibt aber die klare Route vor: „Wir haben noch vier Spiele und wollen jedes gewinnen.“ Verzichten muss er dabei vielleicht auf Leon Tutic, der sich am Sprunggelenk verletzt hat.
Für den TSV Wasserburg wird es primär darum gehen, den Trend umzudrehen. Nach zwei Niederlagen in Folge müssen die Löwen schnell wieder in die Spur finden, sonst könnte auch die Relegation noch in Gefahr sein. In der eigenen Hand hat die Heller-Elf zumindest den direkten Aufstieg nicht mehr. Wasserburg muss seine eigenen Aufgaben erledigen – und dann auf Schützenhilfe hoffen. „Wir haben noch einen Weg vor uns, den wir gehen müssen“, sagte Gentian Vokrri nach dem 3:3 seines SB Chiemgau Traunstein im Derby gegen Freilassing. Durch den Punktgewinn hat der SBC den Vorsprung auf die Abstiegszone auf sieben Zähler ausgebaut –bei noch einem Spiel weniger. Ein Dreier am Samstag um 16 Uhr in Murnau könnte also schon den sicheren Klassenerhalt bedeuten.
Bezirksliga Ost: Gegen den Abstieg geht es für die meisten Inn/Salzach-Vertreter in der Bezirksliga Ost – dabei sieht es für die Teams aktuell besser aus als über weite Teile der Saison. Am 27. Spieltag müssen alle sechs Vereine am Samstag ran. Der SB DJK Rosenheim steht weiterhin fünf Punkte vor der Abstiegszone, obwohl man in den letzten fünf Spielen keinen Punkt holte. In Holzkirchen könnte der Aufsteiger um 14 Uhr einen großen Schritt zum Klassenerhalt machen. Allerdings geht der Tabellenzweite als klarer Favorit in die Partie.
Ähnlich ist die Situation beim SV Bruckmühl. Die Probst-Elf liegt vier Zähler vor den Abstiegsrängen genau hinter dem SBR und muss um 14 Uhr zum Tabellenvierten Dorfen reisen. Immerhin hat der SVB zuletzt gegen Miesbach Selbstvertrauen getankt.
Davon können auch der FC Töging und der SV Aschau/Inn, die um 14 Uhr im direkten Duell aufeinandertreffen, ein Lied singen. Töging hat sich dank acht Punkten in den letzten vier Spielen auf den zehnten Platz vorgearbeitet und liegt damit vier Zähler vor den Veilchen, die ihrerseits zuletzt einen Sieg gegen Zorneding und ein Unentschieden gegen Waldperlach holten.
Ein echter Kellerkracher steht dem TSV Siegsdorf bevor. Der Vorletzte, der TSV Zorneding, ist um 16 Uhr Gastgeber für den Tabellenletzten. Punktgleich stehen beide Teams am Ende der Tabelle, das rettende Ufer ist aber nur vier Punkte entfernt. Dann bleibt da noch der TSV Ampfing, der um 14 Uhr den FC Aschheim empfängt. Die Schweppermänner haben den Klassenerhalt sicher und spielen rein tabellarisch nur noch um die goldene Ananas.
Kreisliga 1: Das Führungsduo der Kreisliga 1 hat zuletzt gepatzt. An der Ausgangslage hat sich aber nichts geändert: Grünthal hat die Meisterschaft selbst in der Hand. Einen weiteren Schritt zum Titel kann der FCG am Samstag um 16 Uhr gehen. Allerdings kämpft Gastgeber Flintsbach noch um den Klassenerhalt und wird die drei Punkte nicht herschenken. Bereits zwei Stunden vorher darf Tabellenführer Raubling ran. Der Absteiger empfängt die SG Reichertsheim-Ramsau/ Gars, die seit fünf Spielen ohne Niederlage ist. Die dritte Partie am Samstag beginnt um 15 Uhr, dann erwartet der TSV Neuötting die SG Tüßling/Teising. Eröffnet wird der Spieltag am Freitag um 19.30 Uhr vom SV Ostermünchen, der die Zweitvertretung des TSV Buchbach begrüßen darf. Sechs Punkte trennen beide Teams, Buchbach könnte den SVO wieder in den Abstiegskampf ziehen. Drei weitere Partien steigen am Sonntag: Der SV Westerndorf ist um 14 Uhr Gastgeber für den TSV Emmering, der zuletzt mit einem Sieg gegen Raubling für Aufsehen sorgte. Der TV Feldkirchen erwartet zeitgleich den ASV Großholzhausen, zudem reist Oberbergkirchen um 15 Uhr zum TSV Reischach.
Kreisliga 2: Prien ist weiterhin auf dem Weg zur Meisterschaft. Sieben Punkte steht der TuS vor Tacherting. Am 21. Spieltag darf der Spitzenreiter zuhause ran, am Freitag um 18.30 Uhr ist der TSV Bad Endorf zu Gast.
Tacherting-Verfolger Anger muss um 19 Uhr ran, mit dem SV Ruhpolding empfängt der Dritte den Tabellenletzten. Zudem kommt es um 20 Uhr zum Duell zwischen Teisendorf und Waging am See. Am Samstag ist dann der SV Linde Tacherting gefordert. Um 14 Uhr reist die DJK Weildorf zum Zweiten. Zeitgleich empfängt der SV Söchtenau-Krottenmühl den TSV Fridolfing. Eine Stunde später kommt es zum Duell zweier Tabellennachbarn, wenn Oberteisendorf und der SV Schloßberg-Stephanskirchen aufeinandertreffen.
Den Abschluss macht der TuS Engelsberg, der um 17 Uhr den SV Seeon-Seebruck zu Gast hat.
Auf Meisterkurs: Der TSV 1860 Rosenheim II (Kreisklasse 2) und der SV Unterneukirchen (Kreisklasse 3) haben ihre Titel sicher, weitere Meister werden an diesem Wochenende – von Landesliga bis A-Klasse – nicht hinzukommen.obe/bst