Kastl – Der TSV 1880 Wasserburg ist nach einer schier endlosen Siegesserie gerade dabei, die komplette Saison in der Fußball-Landesliga Südost wegzuwerfen. Nach zwei Niederlagen kassierte die Mannschaft von Trainer Florian Heller am Samstagnachmittag in Kastl in der 89. Minute den Ausgleich und verliert damit im Aufstiegsrennen zunehmend an Boden. „Wir haben in Kastl 1:1 gespielt. Das fühlt sich an wie eine Niederlage, das ist keine Frage“, bekennt Heller. „Wir haben 1:0 geführt und bekommen nach einer Standardsituation den Ausgleich“, haderte der Coach.
1:1-Ausgleich fällt
nach einem Eckball
Besagte Ecke ereignete sich kurz vor Schluss, als die Löwen den Ball Sebastian Spinner direkt vor die Füße köpften. Dessen Volleyabnahme konnte Torhüter Eduard Dressler noch entschärfen, den Abpraller versenkte Daniel Bruckhuber nicht nur im Tor der Löwen, sondern auch in deren Herzen (89.). Wasserburg hatte zuvor durch ein Tor von Robin Ungerath aus der Nachspielzeit der ersten Halbzeit geführt. Ungerath hatte sich 22 Meter vor dem Tor gedreht und den Ball in die Maschen gejagt (45.).
Schon in der Mitte der ersten Hälfte hatte Ungerath eine gute Gelegenheit, hämmerte das Leder jedoch an die Unterkante der Latte (17.). Der Wasserburger Topscorer hätte nach einer Stunde seinen zweiten Treffer nachlegen können, als er vor Torhüter Andreas Peller auftauchte, in diesem aber seinen Meister fand (60.). Mit zunehmender Spieldauer wurden die Innstädter zunehmend defensiver, wodurch Kastl mehr Spielanteile bekam. In der 73. Minute hatten die Gäste noch Glück, als Spinner an die Latte köpfte. Kurz vor Schluss wurde den Löwen jedoch der Sieg entrissen.
Heller: „Wir müssen uns
weniger Gedanken machen“
„Es geht weiter“, richtet Heller den Blick nach vorne. „Es ist wahnsinnig eng da oben. Wir hatten gewusst, dass es bis zum letzten Spieltag so bleiben würde. Wir müssen einfach freier werden, freier agieren und uns weniger Gedanken machen über Dinge, die man nicht beeinflussen kann.“ Das sollte nächste Woche gegen den SVN München bereits der Fall sein. Gegen den Letzten in der Tabelle ist ein Sieg nämlich Pflicht.
TSV Wasserburg: Dressler, Biegel, Lindner, Rubio González, Rauscher, Stellner, Dittrich, Dumitru (61. Simeth), Barthuber (69. Haunolder), Voglmaier (79. Kononenko), Ungerath (79. Vieregg).
Schiedsrichter: Putz (SV Perlesreut).
Zuschauer: 220.
Tore: 0:1 Ungerath (45.), 1:1 Bruckhuber (89.).jah