Auch wenn die beiden Inn/Salzach-Mannschaften der Fußball-Bayernliga Süd aktuell keine totale Glückssträhne haben, sind sie nach wie vor voll dabei im Kampf um den Regionalliga-Aufstieg, auf den einige Teams aus dem Top-Bereich der Liga bekanntlich verzichten (müssen). Immerhin überstanden der SV Kirchanschöring und der SV Erlbach das vergangene Wochenende ohne Niederlage.
Für die Rupertiwinkler war das 1:1-Remis gegen den TuS Geretsried der einzige Punkt aus den letzten drei Partien, nachdem sie zuvor unter der Woche eine 0:1-Niederlage beim FC Gundelfingen hinnehmen mussten. Die Crew aus dem Holzland stoppte zwar mit einem 1:0-Heimsieg gegen den FC Gundelfingen ihren Anti-Lauf, doch das waren die einzigen Punkte für das Lukas-Lechner-Ensemble in den letzten fünf Begegnungen.
Stellt sich die Frage: Wäre ein Regionalliga-Aufstieg für „Anschöring“ oder Erlbach überhaupt der richtige Schritt? Wenn man die aktuelle Form betrachtet, eher nein. Nimmt man jedoch die Euphorie im Aufstiegsfall als Maßstab (Zuschauerzahlen etc.), dann sollten die beiden Klubs Liga 4 auf jeden Fall in vollen Zügen genießen – und versuchen, den Klassenerhalt zu schaffen. Highlights wären in der Regionalliga Bayern auf alle Fälle Duelle mit der SpVgg Unterhaching (die ja auf einen möglichen Aufstieg in die 3. Liga verzichtet hat) und dem FC Bayern München II.
Erlbachs Coach Lechner zeigte sich nach dem Dreier gegen Gundelfingen gelöst: „Wir freuen uns und sind total erleichtert – das war eine unserer besten Saisonleistungen und unser bisher bestes Rückrundenspiel.“ Seine Truppe habe „nach dieser schwierigen Phase eine Top-Leistung abgeliefert“, der Sieg sei „völlig verdient“ gewesen. „Es tut richtig gut, endlich wieder dreifach gepunktet zu haben“, freute sich der Niederbayer auf der SVE-Kommandobrücke, dessen Truppe bereits am Donnerstag (19.30 Uhr) bei den Sportfreunden in Schwaig ran muss. Also dort, wo die beiden Ex-Rosenheimer auf der Trainerbank, Christian Donbeck und Walter Werner, verlängert haben.
In Kirchanschöring spricht Trainer Thomas Leberfinger von einer Phase, „in der uns der Fußball-Gott Knüppel zwischen die Beine wirft“. Damit meint er nicht nur die kleine Ergebniskrise, sondern auch die möglicherweise schwerere Verletzung von Goalgetter Jonas Kronbichler. Eine MRT soll Aufschluss über die Blessur geben, wie lange der 22fache Saisontorschütze ausfällt, ist noch offen. Zuletzt gegen Geretsried musste Kronbichler gleich in der Anfangsphase runter, am kommenden Samstag (14 Uhr) im Gastspiel beim SV Heimstetten wird er definitiv fehlen.cs