Der harte Kampf geht weiter

von Redaktion

Maracle und der Krebs: Essen und Trinken werden zur Herausforderung

Ontario/Rosenheim – Seit Anfang Februar kämpft Norm Maracle (51) gegen den Krebs. Der frühere Star-Torhüter der Starbulls Rosenheim muss sich in seiner kanadischen Heimat einer Therapie unterziehen. Das Burkitt-Lymphom ist hochaggressiv und kennzeichnet sich durch extrem schnelles Tumorwachstum, oft um Bauchraum oder im Kiefer- und Halsbereich. Maracles Frau Cheryl hatte damals eine GoFundme-Kampagne gestartet. Damit sollen Spenden generiert werden, um die Kosten der Behandlung zu decken. Auch aus Rosenheim sind zahlreiche Spenden eingegangen.

Diesen Kanal nutzt Maracles Frau auch, um die Menschen über den Verlauf der Therapie zu informieren. Die jüngsten Nachrichten lassen nur vermuten, wie schwer der Kampf von Maracle gegen die Krankheit gerade ist. „Der Krebs taucht nicht einfach auf und folgt einem ordentlichen, vorhersehbaren Plan – er schreibt den Zeitplan täglich neu. Was an einem Tag geschehen sollte, kann sich im Handumdrehen ändern“, schreibt sie. Und weiter: „Eine Chemotherapie – insbesondere mit Methotrexat – ist kein Kinderspiel. Während sie die wichtige Aufgabe erfüllt, den Krebs zu bekämpfen, fordert sie dem Körper gleichzeitig einen hohen Tribut ab. Zu den derzeit wohl schwierigsten Begleiterscheinungen zählen die schweren Wunden im Mund-, Rachen- und Speiseröhrenbereich – flächendeckend und unglaublich schmerzhaft. Essen und Trinken werden so zu einer Herausforderung. Selbst die einfachsten Dinge können sich dabei schier unmöglich anfühlen.“

Zuletzt habe sich die Behandlung aufgrund von Fieber und einer Infektion verzögert. „Das ist die Realität der Chemotherapie: Sie schwächt das Immunsystem so stark, dass selbst eine kleine Infektion zu einem ernsthaften Problem wird. So frustrierend diese Verzögerungen auch sind, sie sind notwendig, um ihn zu schützen und stark genug zu halten, damit er den Kampf fortsetzen kann. Jeder Tag sieht ein wenig anders aus. Wir passen uns an, wir stellen uns neu auf – und wir machen weiter“, so Maracles Frau.

Sie schreibt auch, warum diese Spendenaktion für die Familie so wichtig ist. „Es herrscht die weitverbreitete Ansicht, dass alles kostenlos sei, bloß weil wir hier leben. Das ist es nicht. Es gibt so viele versteckte Kosten, die man nicht sieht – bis man sie am eigenen Leib erfährt.“ Maracles Zimmer würde 4.300 Dollar für zwei Wochen kosten. „Derzeit ist es nur deshalb abgedeckt, weil wir das unglaubliche Glück hatten, dass jemand eingesprungen ist und uns dabei unterstützt hat, unsere Versicherung aufrechtzuerhalten“, teilte Cheryl Maracle mit. Auch die Medikamente sind teuer. „Eine von Norms Injektionen kostet 1.400 Dollar. An manchen Tagen benötigt er zwei.“

Aufgeben sei aber keine Option. Norm und Cheryl Maracle kämpfen weiter. Und sie bedanken sich – bei allen Spendern, den vielen Unterstützern. Und beim Pflegepersonal und den Ärzten: „Ihre Liebe zum Detail, ihr schnelles Handeln und selbst die Art und Weise, wie sie sich auch um mich als pflegende Person kümmern – all dies bleibt nicht unbemerkt. Das bedeutet mir mehr, als ich in Worte fassen kann.“

Artikel 2 von 11