Hinter der Bande möchte der ehemalige Starbulls-Profi jetzt seine Erfahrung dem Nachwuchs weitergeben.Foto Marko Aleksic
Rosenheim – Die neue Ausgabe von „Hart gecheckt“ – dem OVB-Podcast rund um die Starbulls Rosenheim – ist bereit zum Streamen! In der 102. Folge begrüßt Moderator Thomas Neumeier mit Matthias Bergmann einen echten Rosenheimer durch und durch: geboren in der Stadt, aufgewachsen im Nachwuchs der Starbulls und lange Jahre mit der Nummer 52 auf dem Rücken an der blauen Linie bekannt für seine gefürchteten Schlagschüsse. Bergmann spricht über…
…die abgelaufene Saison der Starbulls: „Wenn du Dritter in der Hauptrunde bist, ist das eine gute Saison. Da brauchen wir überhaupt nicht reden. Und im Viertelfinale auszuscheiden tut natürlich weh. Aber die Play-offs haben eigene Gesetze. Nur weil du Erster oder Dritter bist, hat das nichts zu bedeuten.“
…was einen guten Offensivverteidiger ausmacht: „Ein guter Schlittschuhläufer, der spielgestalterisch dabei ist und sich zur richtigen Zeit nach vorne schaltet – der eben diese Momente sieht. Heutzutage musst du offensiv und defensiv gleichermaßen wirklich gut sein. Wenn du nicht verteidigen kannst, schaffst du es nicht nach oben.“
…seine persönliche Bestmarke von über 30 Toren in einer Saison: „Da hatte ich ein totales Glück, weil wir eine Wahnsinnreihe hatten. Der Knoten ist geplatzt und dann haben wir brutal gescort – nicht nur ich, sondern eigentlich alle aus der Reihe. Aber das geht halt nur, wenn du die richtigen Mitspieler hast.“
…seine Krebsdiagnose im Sommer 2013: „Ich habe meine Sommervorbereitung ganz normal gemacht, hatte eigentlich einen Vertrag in Bad Nauheim unterschrieben – und dann habe ich eine Woche nach dem Arztbesuch eine Krebsdiagnose gekriegt. Dann war erst einmal alles anders.“
…den langen Weg zurück aufs Eis: „Ich bin am Abgrund gestanden – nicht nur physisch, auch die psychische Seite ist da hart. Aber ich habe ein wahnsinnig tolles Ärzteteam gehabt. Und die Eismeister haben gesagt: Wenn du was brauchst, sag es. Um halb sechs in der Früh durfte ich alleine skaten – damit ich wieder Boden unter die Füße kriege.“
…seine neue Aufgabe als U15-Trainer bei den Starbulls: „Ich bin seit 1. März als hauptamtlicher Nachwuchstrainer tätig. Es lässt mich einfach nicht los. Und für mich ist es ein Riesending, das bei meinem Heimatverein in meiner Heimat ausüben zu dürfen.“
…was er den Jungen weitergeben möchte: „Nicht jeder wird Profi, aber alle werden erwachsen. Wenn ich Demut, Disziplin und Werte vermitteln kann – Sachen, die mir die alten Rosenheimer Legenden damals mitgegeben haben –, dann ist das vielleicht sogar wichtiger als das Sportliche.“
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