Traunstein – Der SB Chiemgau Traunstein hat die ersten Weichen für die neue Saison gestellt. Dabei wird es einen Wechsel auf der Trainerbank des Fußball-Landesligisten geben: Gentian Vokrri wird im Sommer von Gerald „Gerry“ Straßhofer abgelöst. Das teilten der Sportliche Leiter Kilian Lehrberger und Abteilungsleiter Uli Habl vor dem Nachholspiel bei der SpVgg Unterhaching II mit.
„Wir wollen einen neuen Weg gehen“, betonte Lehrberger. „Wir möchten uns künftig wieder vom Spielertrainer-Konzept lösen“, ergänzte Habl. Beide dankten Vokrri und Co-Trainer Sepp Aschauer für ihren Einsatz. Das Duo ist seit dem vergangenen Sommer beim SBC im Amt. Vokrri ist schon seit 2022 als Spieler in Traunstein aktiv gewesen, ehe er in die Rolle des Spielertrainers schlüpfte. „Sie haben eine sehr gute Arbeit geleistet“, unterstrich Habl. „Für Gentian war es seine erste Trainerstation in jungen Jahren. Das hat Respekt und viel Lob verdient.“ Auch Lehrberger fiel der Schritt zum Trainerwechsel nicht leicht: „Gentian und Sepp sind definitiv super Leute, die sich auch sehr mit dem Verein identifizieren“, lobte er. „Sie haben bisher auch das Bestmögliche aus der Saison rausgeholt.“
Straßhofer hat bereits jede Menge Erfahrung im Trainergeschäft sammeln können. Der A-Lizenz-Inhaber fing seine Trainerlaufbahn einst bei den Herren des TuS Kienberg an, danach war er beim TSV Traunwalchen tätig, ehe er schon einmal seine Zelte beim SB Chiemgau Traunstein aufschlug. Dort war er zunächst im Nachwuchsbereich und als DFB-Stützpunkttrainer tätig, ehe er die zweite Mannschaft übernahm und mit dieser in die Kreisliga aufstieg.
Von Traunstein ging es für den Traunreuter weiter zum TSV 1860 Rosenheim. Beim damaligen Regionalligisten war er als Co-Trainer im Einsatz. Er leitete später noch das Nachwuchsleistungszentrum des SV Wacker Burghausen und trainierte dort die U19 mit. Aktuell steht Straßhofer beim TSV 1860 München an der Seitenlinie der U-19-Junioren – ebenfalls als Co-Trainer.
„Gerry hat in seiner bisherigen Trainerlaufbahn schon alles durchlaufen“, sagte Lehrberger. „Er lebt den Fußball. Wir hoffen, dass wir mit ihm langfristig etwas aufbauen können und in ruhigere Fahrwasser kommen werden.“ Mit Straßhofer zusammen bastelt Lehrberger nun am Kader für die neue Saison. Straßhofer selbst wollte wieder „zurück in den Herrenbereich. Die Aufgabe in Traunstein hat mich extrem gereizt“, betonte er. Er sehe sehr viel Potenzial in der Mannschaft. Zudem seien die Strukturen gut. Es gelte, diese nun weiterzuführen und auszubauen. Im Fokus steht zunächst Stabilität. „Unser Ziel ist es, Konstanz reinzubringen und eine solide Landesliga-Mannschaft zu formen. Gleichzeitig richtet Straßhofer den Blick auch auf die Zuschauer. „Wir wollen wieder attraktiven und engagierten Fußball zeigen, damit die Fans gerne ins Stadion kommen.“ Dafür verspricht der neue Coach vollen Einsatz. Er geht mit viel Motivation in seine neue Aufgabe beim SBC Traunstein. bst