Gut schießen, weniger laufen

von Redaktion

Ruhpoldinger Ricco Groß ist neuer Schießtrainer im Schweizer Biathlonverband

Ruhpolding – Der Ruhpoldinger Ricco Groß ist als Biathlon-Trainer wieder im internationalen Geschäft. Der 55-Jährige hat einen Vertrag als Schießtrainer beim Schweizer Biathlonverband unterschrieben. Zuvor war der viermalige Olympiasieger und neunfache Weltmeister zwei Jahre lang Nachwuchstrainer einer Gruppe für Junioren und Elitesportler am Stützpunkt Ostschweiz in der Lenzerheide. Mit dieser Gruppe war er sehr erfolgreich, wie etwa mit Dajan Danuser und Arnaud Du Passpuier, die bereits im Weltcup starten durften.

„Es ist eine Anfrage vom Schweizer Biathlonverband gekommen. Wir haben uns zusammengesetzt und ich habe zugesagt“, so Groß. Der Ruhpoldinger ist prädestiniert für den Posten des Schießtrainers, schließlich galt er in seiner aktiven Zeit als Biathlet als einer der sichersten Schützen im Weltcup. Sein Motto damals: „Wenn du gut schießt, musst du weniger laufen!“ Die Tätigkeit als Nachwuchstrainer möchte er aber nicht missen. „Es hat viel Spaß gemacht. Oft ist es schon als Erfolg bezeichnet worden, wenn Sportler aus der Gruppe nach dem Sprint den Verfolger erreicht haben“, so der 55-Jährige. „Ich würde gerne noch manch weiteren im Weltcup wiedersehen“, wünscht er sich. Seine Ziele in der neuen Aufgabe sind natürlich höhergesteckt. „Was den Schießprozess beinhaltet, ist das Optimum dazu beizutragen.“

Das hat er bereits als Aktiver gezeigt. 28 Medaillen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften sind die beeindruckende Bilanz eines der erfolgreichsten deutschen Wintersportler überhaupt. Für ihn wird es in der Schweizer Weltcup-Mannschaft keine strikte Trennung von Frauen und Männern geben. Damit wird er auch für seine Schwiegertochter Lena Häcki-Groß verantwortlich sein, die mit seinem ältesten Sohn Marco verheiratet ist. Dieser ist ebenfalls als Ski-Techniker im Team.

Bei den Eidgenossen trifft Ricco Groß auf ein neu installiertes Trainerteam. Für das Schießtraining ist neben Groß auch der Italiener Andreas Kuppelwieser zuständig. Nachdem die zuletzt als übergreifende Cheftrainerin tätige Sandra Fluger die Schweiz in Richtung Deutschen Skiverband verlassen hatte, übernahm Gion-Andrea Bundi den Posten des Damentrainers. Trainer bei den Männern bleibt Kein Einaste. „Ich treffe da auf eine Mannschaft mit guten Leuten und großem Potenzial. Ich freue mich auf eine spannende Aufgabe. Wir wollen nach einer kleinen Durststrecke wieder eine gute Rolle im Weltcup spielen“, sagt er. Immerhin hat Häcki-Groß immer wieder mit guten Plätzen aufgezeigt und auch der Sieg in der Single-Mixed-Staffel durch Aita Gasparin und Niklas Hartweg beim Weltcup in Pokljuka sowie der zweite Platz beim Weltcup in Otepää waren Ausrufezeichen.

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