Der SV Kirchanschöring hat es tatsächlich geschafft! 50 Jahre nach dem Aufstieg in die damals viertklassige Landesliga Süd kämpfen die Gelb-Schwarzen wieder um den Sprung in die Viertklassigkeit. Vor der prächtigen Kulisse von über 900 Fans machten sie mit dem 2:0-Heimsieg gegen den FC Gundelfingen den Einzug in die Regionalliga-Relegation perfekt. Einen Spieltag vor Schluss können die „Anschöringer“ somit ein weiteres Heimspiel einplanen – und eine Fahrt zu Viktoria Aschaffenburg, zur SpVgg Greuther Fürth II oder nach Augsburg (FCA II oder TSV Schwaben).
Das Blitztor von David Lobendank nach nur 18 Sekunden war nicht nur in den Augen von SVK-Chefanweiser Thomas Leberfinger „ein überragender Start“, der seinem Team die nötige Sicherheit gegeben habe. Der Trainer des Regionalliga-Anwärters zeigte sich mit der Leistung in der ersten Hälfte sehr zufrieden, weil seine Mannen alles umgesetzt hätten, „was wir uns vorgenommen hatten“. Seine Schützlinge hätten eine lauf- und zweikampfstarke Vorstellung abgeliefert, so „Leber“. Zur Halbzeit sei klar gewesen, dass die Gundelfinger natürlich mit aller Macht zurückkommen wollten – „das ist ja eine Top-Mannschaft in dieser Liga, mit viel Qualität“, betonte der SVK-Coach. Da hatte er phasenweise das Gefühl, dass seinen Leuten die nötige Courage fehlt. „Wir hatten ein bisschen Angst vor dem Sieg“, meinte Leberfinger, der Kopf spiele da auch eine große Rolle. Trotzdem lobte er sein Team in puncto Einsatz. „Wir sind froh, den Sieg geholt zu haben und in der Relegation zu stehen.“ Am Samstag um 14 Uhr geht es noch zu Aufsteiger FC SF Schwaig München – dann folgen die Saison-Highlights.
Auch der SV Erlbach hat sich im letzten Heimspiel mit einer guten Leistung von seinen Fans verabschiedet. Vor 452 Zuschauern besiegte die Mannschaft von Trainer Lukas Lechner im Südostbayern-Derby den SV Schalding-Heining mit 2:0 und verabschiedete fünf Spieler. Vor allem für Sebastian Hager und Kapitän Alexander Fischer war es ein besonderer Tag. Hager beendet nach neun Jahren seine Zeit in Erlbach, Fischer prägte den Verein sogar zehneinhalb Jahre lang. „Beide haben lange Zeit zu unseren wichtigsten Gesichtern gehört“, so SVE-Pressesprecher Thorsten Eisenacker. Auch der Abgang von Florian Wiedl, der zum Regionalligisten TSV Buchbach wechselt, schmerze enorm. Zudem wurden Torwart Lorenz Becherer und Manasse Francisco verabschiedet, die jeweils eine Saison das Erlbacher Trikot trugen.
Der 37-jährige Lechner, dessen Truppe am Samstag (14 Uhr) beim FC Pipinsried ein „Ananas-Match“ zum Saisonausklang bestreitet, zeigte sich mit dem zweiten Durchgang zufrieden: „Wir sind mit einer ganz anderen Körpersprache aus der Kabine gekommen, das war echt top.“ Nach den schnellen Treffern – unter anderem gab es ein Hager-Abschiedstor – sei der Druck abgefallen: „Dann haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht.“ Insgesamt zog Lechner ein positives Fazit dieser Spielzeit: „Wenn wir die ganze Saison sehen, müssen wir schon sagen, dass wir nun zum dritten Mal bis zum Schluss um den Aufstieg gespielt haben. Darauf können wir stolz sein.“ cs