Burghausen – Die Luft ist raus! Dabei hätte das Saisonfinale in der Fußball-Regionalliga Bayern zwischen der SpVgg Unterhaching und dem SV Wacker Burghausen unter anderen Vorzeichen durchaus ein richtiger Knaller werden können: Was hätte es für ein Knistern beim Trainerduell der Bender-Zwillinge geben könne, wenn sich beide Mannschaften noch zu einem Showdown um die Meisterschaft getroffen hätten.
Wacker hat bereits in der Herbstserie alle Möglichkeiten verspielt. Unterhaching ist aus finanziellen Gründen und nach Niederlagen gegen Memmingen und Würzburg auch sportlich ohne Chance auf die DFB-Pokal-Teilnahme.
Trotz der sportlichen Bedeutungslosigkeit könnten die verfeindeten Fan-Lager für ein heißes, aber hoffentlich friedliches Duell zum Frustabbau sorgen.
Für die SpVgg Unterhaching ist Platz drei fixiert. Wacker könnte mit einem Sieg auf Platz fünf klettern und für einen versöhnlichen Abschluss einer Saison sorgen, die euphorisch begann, aber von Rückschlägen geprägt war.
„Für viele von uns ist es das letzte Spiel in dieser Konstellation. Wir wollen noch einmal eine gute Leistung zeigen. Der große Druck ist weg, aber als Spieler will man gewinnen und überzeugend auftreten“, so der scheidende SVW-Coach Lars Bender vor dem dritten Aufeinandertreffen mit seinem Zwillingsbruder Sven.
Im November verlor Wacker das Ligaspiel zu Hause mit 1:3. Manuel Stiefler und Cornelius Pfeiffer sorgten für die 2:0-Halbzeitführung, Nils Ortel erhöhte auf 3:0 (48.), ehe Alexander Sorge zum 1:3-Endstand verkürzte (82.). Wenige Tage später revanchierte sich Wacker im Toto-Pokal-Viertelfinale in Unterhaching per Elfmeterschießen. Nach 90 Minuten stand es 1:1 durch Tore von Pfeiffer (74.) und Pirmin Lindner (88.). Im Halbfinale schieden die Salzachstädter im März durch ein 1:2 in Würzburg aus.
Wacker-Coach Bender muss in seinem letzten Spiel auf Verletzte verzichten: Neben Denis Ade fällt auch Vize-Kapitän Felix Bachschmid mit einer Muskelverletzung aus. Das Duell der Frustrierten ist ein Klassiker, da beide Mannschaften bereits 19-mal aufeinandertrafen. Die Bilanz spricht mit zwölf Siegen für Wacker Burghausen, sechs für Unterhaching und einem Unentschieden deutlich für die Salzachstädter.mb