Rosenheim – In der Rosenheimer Gaborhalle hat die süddeutsche Meisterschaft im Akrobatik Rock’n’Roll über 500 Sportlerinnen und Sportler sowie mehr als 700 Zuschauerinnen und Zuschauer begeistert.
Bereits zum vierten Mal in Folge richtete der Rock-’n’Roll-Club Rosenheim (RRCR) ein Turnier in der Gaborhalle aus, doch eine Veranstaltung dieser Größenordnung hatte es in der Stadt seit Langem nicht mehr gegeben. Möglich wurde das Großereignis durch ein engagiertes Organisationsteam, das Aufbau, Ablauf und Logistik stemmte und laut Vereinsangaben für einen reibungslosen Turniertag sorgte. Der RRCR überzeugte dabei nicht nur als Ausrichter, sondern auch sportlich: Mit zehn Paaren und zwei Formationen stellte der Club die größte Mannschaft des gesamten Wettbewerbs.
Besonders eindrucksvoll präsentierten sich die Nachwuchspaare in der Schülerklasse II. Hier gingen gleich vier Rosenheimer Duos an den Start – und sorgten für eine Sensation: Das komplette Podest ging an den Gastgeberverein. Die Newcomer des RRCR, Dzhudiia Mokhammad und Artem Nazarenko, belegten Rang sechs. Bronze sicherten sich Miriam Huber und Lukas Wimmer, während sich Ida Eckert und Joan Beckmann, beide noch relativ neu im Turniergeschehen, auf dem zweiten Platz vortanzten. Der Sieg ging – wie bereits mehrfach in dieser Saison – an Eva Scheuerer und Elias Kraus. Auch in der Schülerklasse war der Rock-’n’-Roll- Club Rosenheim stark vertreten. Varvara Stoika und Alex Pfunt starteten überzeugend und verpassten den direkten Finaleinzug nur knapp. Auch in der Hoffnungsrunde hat es nicht gereicht und damit beendeten sie das Turnier auf dem zehnten Platz. Besser lief es für Linda Scheurer und Til Gabert sowie für Hannah Hofmann und Simon Wimmer: Beide Paare qualifizierten sich souverän für das Finale. Dort erreichten Hofmann/Wimmer einen starken vierten Rang, während Gabert/Scheurer mit Bronze den Sprung aufs Treppchen schafften. Damit unterstrich der Verein einmal mehr seine erfolgreiche Nachwuchsarbeit.
In der Juniorenklasse traten die amtierenden bayerischen Vizemeister Emma Simon und Christoph Schneider für den RRCR an. Sie hatten sich nach eigenen Angaben erneut einen Platz auf dem Podium vorgenommen – und dieses Ziel eindrucksvoll erreicht: Mit einer starken Finalrunde sicherten sie sich die Silbermedaille, mussten sich den Siegern aber klar geschlagen geben.
In der C-Klasse vertraten Hanna Singer und Samuel Angermeir, ebenfalls bayerische Vizemeister, den Gastgeberverein. Nach einer soliden Vorrunde reichte es zunächst nicht direkt fürs Finale, und eine eher schwächere Hoffnungsrunde brachte das Duo nur knapp als Siebte in die Endrunde. Dort steigerten sich beide jedoch deutlich und belegten am Ende einen respektablen vierten Platz.
In der Königsdisziplin des Akrobatik Rock’n’Roll gingen Voronika Megyesi und Christian Gartmeier für Rosenheim auf die Fläche. Nach einer brillanten Fußtechnikrunde lagen sie zunächst auf Rang eins, und auch die ersten vier Akrobatiken gelangen eindrucksvoll. Ein Fehler bei der fünften Akrobatik kostete dem Paar jedoch den möglichen Sieg und verhinderte den ganz großen Erfolg.
Gemischte Ergebnisse gab es in den Formationswettbewerben. In der Kategorie Lady trat für den RRCR die Formation „Dancing Roses“ an. Nach ihrem überraschenden Gewinn der bayerischen Meisterschaft vor zwei Wochen waren die Erwartungen beim Heimturnier hoch. In der Vorrunde verhinderten jedoch mehrere kleine Unsicherheiten eine rundum überzeugende Darbietung, sodass die Formation den Finaleinzug knapp verpasste und Rang acht belegte.
In der Kategorie Show lag die Formation „Forever Young“ nach der Vorrunde noch souverän mit vier Punkten Vorsprung auf dem ersten Platz. Im Finale führte dann ein Fehler bei einer akrobatischen Figur zu einer Strafwertung von 20 Punkten. Dadurch fiel das Team noch auf den Bronzerang zurück, blieb aber dennoch unter den Top drei der Konkurrenz.
Trotz einzelner sportlicher Rückschläge überwog am Ende die Begeisterung über eine rundum gelungene Meisterschaft. Der Rock-’n’-Roll-Club Rosenheim präsentierte sich laut eigenen Angaben sowohl organisatorisch als auch sportlich als hervorragender Gastgeber und sorgte gemeinsam mit den vielen Helferinnen und Helfern, Aktiven und Zuschauern für einen unvergesslichen Tanzsporttag in der Gaborhalle.re