Fußball

Zimpfer: „Wahnsinnige Last ist abgefallen“

von Redaktion

Der SB DJK Rosenheim stand vor dem letzten Saisonspiel der Fußball-Bezirksliga Ost punktgleich mit Ebersberg auf einem Abstiegsrelegationsplatz, ein Heimsieg gegen den bis dahin unbesiegten Tabellenführer VfB Forstinning war Pflicht. Kopfkratzend, hin und her „tigernd“, die Uhr ständig im Blick – die letzten Minuten im letzten Saisonspiel schienen für Chefcoach Patrick Zimpfer wie eine Ewigkeit. Als endlich der 3:1-Erfolg und damit der Klassenerhalt fix war, hüpfte er, dass sein Käppi flog, und wollte schier die ganze Welt umarmen.

Wie würden Sie den Moment beschreiben, als der Schlusspfiff ertönte?

Ehrlich gesagt, unbeschreiblich! Wir hatten in den letzten Wochen so einen Druck, der sich immer mehr zugespitzt hat. Mit dem Schlusspfiff ist eine wahnsinnige Last von den Schultern abgefallen. Wenn sogar meine Tochter zum Umarmen auf den Platz kommt, dann sind schon Freudentränen ausgebrochen. Schließlich bedeutet der Klassenerhalt vor allem für die Jungs wahnsinnig viel.

Es hatte den Anschein, dass ihr den souveränen Titelträger im Griff hattet, oder?

Wir hatten uns gegen den bereits feststehenden Meister, der bestimmt nicht die notwendigen Zentimeter geht, weil er weiß, danach geht es zum Feiern,viel vorgenommen. Den Kampf haben wir angenommen. Bei der ein oder anderen Szene hatten wir auch Glück. Wir waren gallig und giftig, um unser Ziel zu erreichen. Wir haben in der Halbzeit gesagt, wir gewinnen 3:1 – und es ist tatsächlich in Erfüllung gegangen.

Ab welchem Zeitpunkt hatten Sie das Gefühl auf einen Sieg?

Eine 3:1-Führung 15 Minuten vor Schluss ist gegen den Meister immer noch keine Hypothek, von dem her war es dann erst mit dem Schlusspfiff. Die Mannschaft hat es auch interpretiert und auf dem Platz bis zur 94. Minute alles gegeben und nicht nachgelassen.

Was war im Laufe der Saison der Knackpunkt, dass Sie Richtung Tabellenkeller gerutscht sind?

Nach den drei Siegen zum Start in die Frühjahrsrunde hat uns das eigentlich ganz gute Spiel in Siegsdorf, das wir aber 1:3 verloren haben, etwas den Mut und die Selbstverständlichkeit geraubt. Verletzte Spieler kamen hinzu. Dann taten wir uns schwer, wieder in den Flow reinzukommen.

Interview: Ruprecht

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