,Bayerisch Gmain – Wenn man an die Zukunft des deutschen Beachvolleyballs denkt, dann wird man an diesem Namen bald nicht mehr vorbeikommen: Sandra Otte. Die junge Sportlerin, die für den TV Lenggries startet, gilt als eine der großen Nachwuchshoffnungen im Sand. Doch um es heutzutage an die Weltspitze zu schaffen, reicht nur das Talent am Ball längst nicht mehr aus. Dies wurde nochmals deutlich, als sich Sportwelt und das Sportmanagement bei einem exklusiven Event von MIA Management im Klosterhof in Bayerisch Gmain trafen.
Gründerin des Events ist Lisa Loch, die Ehefrau von Rodel-Olympiasieger Felix Loch. Hier trafen geballte sportliche Erfahrung von vielen ehemaligen Sportlerinnen, Management-Expertise von Lisa Loch und ihrem Team und die Stars von morgen aufeinander, die gut für ihre sportliche Zukunft geschult werden sollten. Mittendrin: Sandra Otte, die dort nicht nur wertvolle Kontakte knüpfte, sondern im Interview tiefe Einblicke in ihre aktuelle sportliche Entwicklung und ihre ehrgeizigen Pläne für die Zukunft gab.
Hinter Otte liegt ein intensiver Winter. Im Volleyball geht es in der Vorbereitung nicht nur um das Spielen, sondern vor allem um Technik. „Im ersten Teil des Winters haben wir ganz viel Technik gemacht und wenig spielerisch“, erklärte Otte im Gespräch. Der Fokus lag vor allem auf der Detailarbeit: „Einfach Sachen, die ich mir in der Vorsaison falsch gelernt habe, wieder abzugewöhnen und manchmal sogar neu zu lernen.“ Dass sich die harte Arbeit im Winter ausgezahlt hat, zeigen die ersten Vorbereitungsturniere in der Halle. Während das Team der jungen Sportlerin letztes Jahr gegen Top-Gegner noch fast chancenlos war, konnten nun die ersten Siege eingefahren werden. „Man sieht jetzt schon, dass einfach viel mehr möglich ist als letzte Saison“, zeigt sich die Lenggrieserin optimistisch.
Der Weg an die Spitze erfordert jedoch nicht nur Disziplin im Sand, sondern auch Mut zu Veränderungen im Leben. „Vor ein paar Jahren war es für mich noch unvorstellbar, das gewohnte Umfeld zu verlassen, und jetzt lebe ich im Sportinternat in Stuttgart.“ Der nächste große Schritt ist in Planung: Im Herbst möchte Otte nach Hamburg weiterziehen, um sich unter noch professionelleren Bedingungen weiterzuentwickeln.
Um Sport und Bildung besser vereinbaren zu können, nutzt sie das Modell der Schulzeitstreckung. „Ich mache ein Jahr länger Schule, habe dafür dann eben viel weniger Unterrichtsstunden. Somit kann ich dann mehr trainieren“, so die 17-Jährige. Trotz des klaren Fokus auf eine mögliche Profikarriere fährt sie zweigleisig: „Ein Studium als Absicherung ist auf jeden Fall eingeplant, denn im Sport ist durch das Verletzungsrisiko vieles unkalkulierbar.“ Dennoch tritt das Berufsziel klar hervor: Profi-Beachvolleyballerin.
Das Event von MIA Management bot für die Nachwuchsathletin die perfekte Bühne, auch die andere Seite des Sports besser zu verstehen. Zu dieser gehört immer mehr die eigene Vermarktung und finanzielle Absicherung. Denn gerade bei einer Randsportart wie Beachvolleyball ist die Eigenvermarktung überlebenswichtig. „Es spielt schon eine sehr große Rolle, wie man sich nebenbei auch repräsentiert, damit man sich finanzieren kann“, reflektiert Otte ehrlich. Mit zwei Sponsoren im Rücken gehört das regelmäßige Posten auf ihren Social-Media- Accounts mittlerweile zu ihrem Alltag. Unterstützung erhält sie hierbei von einer eigenen Managerin, da eine professionelle Struktur für junge Athletinnen immer wichtiger wird.
Das Treffen beim Event von Lisa Loch hat gezeigt: Sandra Otte bringt nicht nur das sportliche Potenzial mit, um ganz nach oben kommen zu können, sondern auch das nötige Verständnis für das Business. Mit dem möglichen Wechsel nach Hamburg stehen ihr alle Türen offen und man darf gespannt sein, wohin ihr Weg noch führt.