Simssee – Das erste Wertungsrennen des arena Alpen Open Water Cups 2026 ist Geschichte. Über 160 Schwimmerinnen und Schwimmer traten trotz Wassertemperaturen um die 16 Grad Celsius an, um am Simssee in die neue Freiwassersaison zu starten. Neoprenpflicht war bereits im Vorfeld verhängt.
Mit ruhigem Wasser präsentierte sich der Simssee pünktlich zum Wettkampf. Dazu strahlte die Sonne und sorgte für herrliche Bedingungen. Der Tag stand auch im Zeichen des im vergangenen Jahr verstorbenen Günther Zipprick (Strobl), der zusammen mit Veranstalter und Cup-Koordinator Markus Schrör im Jahr 2013 das Simssee-Langstreckenschwimmen aus der Taufe hob. „Seine letzte Nachricht einen Tag vor seinem Tod, war, dass er so gerne diese Saison wieder dabei sein möchte“, so Schrör. „Als wir mit dem Aufbau begannen, war von den schlechten Wettervorhersagen nichts mehr zu sehen, die Wolken verschwanden, die Sonne kam raus. Da wusste ich, dass Günther doch dabei ist.“ In seine großen Fußstapfen trat nun sein Sohn Manuel, der beim Auf- und Abbau und auch während der Veranstaltung überall zu finden war.
Nach einer Gedenkminute erfolgte um 11.08 Uhr der Startschuss für das Cup-Rennen über vier Kilometer. Unter Aufsicht der Wasserwacht des BRK Rosenheim, die mit mehreren Booten und Paddlern auf dem 2.000 Meter langen Dreieckskurs die Strecke sicherten, setzte sich Max Dieckmann schon früh vom Feld ab und führte nach der ersten Runde schon deutlich vor Simon Süß, dahinter entwickelte sich ein Dreikampf um Platz drei, der nach der zweiten Runde im Schlusssprint entschieden wurde. Am Ende siegte Dieckmann nach 46:32 Minuten mit einem Vorsprung von fünf Minuten auf Süß. Die Ränge drei bis fünf der Gesamtwertung erreichten Fernando Santana (53:42 Minuten), Niklas Schmidt (53:44 Minuten) und Tim Krämer (53:49 Minuten). Bei den Damen gab es einen klaren Sieg für Anja Krastel, die mit den Herren Santana, Schmidt und Krämer in einer Gruppe schwamm und nach 53:48 Minuten die Ziellinie überquerte. Dahinter folgten Renée Ivonne Gold (57:53 Minuten) und Chris Wiegend (58:37 Minuten).
Renate Forstner vom MainzlGroup TriTeam TSV 1860 Rosenheim kam als Erste der Altersklasse Masters 2 ins Ziel, während Frederic Petrini-Monteferri aus der Schwimmabteilung des TSV 1860 Rosenheim in der stark besetzten Klasse Masters 3 als Fünfter um nur 30 Sekunden das Podest verpasste. Hermann Spensberger (Wasserwacht Rosenheim) wurde bei den Masters 4 Achter.
Vor dem Start kündigte Schrör, der zusammen mit Ute Mückel (Ironman-Siegerin 1996 in Roth) den Wettkampf moderierte, an, dass es auch die Möglichkeit gibt, nach einer Runde aufzuhören, womit man in die Wertung der 2.000-Meter-Strecke kommt. Hier gab es eine Gesamtwertung, die Hannah Voll (29:17 Minuten) und Giles Endicott (30:39 Minuten) für sich entschieden. Viktoria Dötsch vom MainzlGroup TriTeam schwamm zum vierten Rang.
Eine Stunde vor dem Cup-Rennen begann auch der Kinder- und Jugendcup über 500 Meter. In diesen Bewerben siegten im Kindercup der Jahrgänge 2018-2016 Sophia Oswald und Jonathan Jantsch, im Jugendcup der Jahrgänge 2015-2011 Anna Woods und Jay Lehmann. In der Gesamtwertung über 1.000 Meter waren Leana Göppert und Andreas Schröpf die Schnellsten. now