Duisburg – Vier Spiele, vier Siege, nur ein Gegentreffer: Der U14-Juniorinnen-Leistungskader des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat sich beim DFB-Länderpokal an der Sportschule Wedau in Duisburg dank einer beeindruckenden Konstanz den Titel gesichert. Im entscheidenden letzten Spiel gegen die bis dahin ebenfalls punktverlustfreie Auswahl aus Sachsen setzte sich die Mannschaft von Verbandstrainer Lars Schulz am Mittwoch mit 2:0 durch. Die Tore für die bayerischen Talente erzielten Lina Fühler (TSV Landsberg, 31.) und Mia Cosgrove (FC Eintracht Bamberg, 50.).
Damit knüpfte die Schulz-Elf im „Endspiel“ des Sichtungsturniers nahtlos an die starken Vorstellungen der vergangenen Tage an. Nach dem 2:0-Auftaktsieg gegen das Saarland standen auch gegen Südbaden (2:0) und Niedersachsen (2:1) am Ende überzeugende Siege. „Das war eine herausragende Mannschaftsleistung. Dieses Team ist außergewöhnlich und hat seine enorme spielerische Qualität von der ersten Partie an konsequent auf den Platz gebracht. Ich kann den Mädels zu dieser starken Vorstellung nur gratulieren. Wir sind überglücklich, dass wir den Titel aus dem Vorjahr verteidigen konnten“, erklärte Verbandstrainer Lars Schulz nach der Siegerehrung. Zum Team gehörte auch Johanna Karl vom ASV Grassau. Insgesamt war es bereits der sechste Titel für eine BFV-Auswahl in diesem Jahrgang. Bereits 2014, 2018, 2022, 2023 und 2025 sicherte sich die jeweilige Bayernauswahl den Titel beim U14-Juniorinnen-Sichtungsturnier.
Der BFV-Perspektivkader musste beim Sichtungsturnier in Duisburg hingegen Lehrgeld bezahlen und belegte nach drei Niederlagen und einem torlosen Remis den letzten Platz – zusammen mit dem punkt- und torgleichen Team aus Mecklenburg-Vorpommern. Nach den Niederlagen gegen Berlin (1:2), Niederrhein (1:3) und Schleswig-Holstein (0:2) kam die Mannschaft von Trainerin Janine Maier am letzten Spieltag gegen die Auswahl aus dem Rheinland nicht über ein 0:0 hinaus. „Für unsere engagierte Leistung hätten wir uns nach dem Spielverlauf eigentlich mit einem Treffer belohnen müssen. Für unser junges Team war dieses Turnier eine wertvolle Erfahrung – mit Blick auf kommende Länderpokale“, bilanzierte Maier nach dem letzten Spiel. In ihrem Kader befanden sich Torhüterin Madita Ecker und Lina Palm, beide vom SB Chiemgau Traunstein.
Gespielt wurde das DFB-Sichtungsturnier im „Hammes-Modell“. Das heißt, dass sich die Spielpaarungen des Folge-Spieltags aus der Tabellenplatzierung ergaben (Erster gegen Zweiter, Dritter gegen Vierter, usw.). Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nutzt den Länderpokal vor allem, um die besten Talente Deutschlands für seine U-Nationalmannschaften zu sichten.re