Kirchanschöring/Wasserburg – Der TSV 1880 Wasserburg ist nach vier Jahren zurück in der Bayernliga! Mit einem 2:0 beim FC Sturm Hauzenberg ließen die „Löwen“ von Trainer Florian Heller im Rückspiel nichts mehr anbrennen und folgen dem TSV 1860 Rosenheim in die fünfte Liga. Mit dem SV Kirchanschöring und dem SV Erlbach tummeln sich dort in der neuen Saison nun vier Vereine aus dem Kreis Inn/Salzach.
In der Relegation zur Landesliga können bayernweit nur noch zwei von neun Abstiegskandidaten den Klassenerhalt schaffen, aus der Gruppe Südost sind Dornach und Karlsfeld klar gescheitert. Für Eintracht Karlsfeld heißt es, nach zehn Jahren Abschied von der Landesliga zu nehmen. In der ersten Runde setzten sich zugleich 10 von 15 Vizemeistern aus den Bezirksligen durch, die nun um den Aufstieg kämpfen.
In der Abstiegsrunde aus der Bezirksliga ist der SV Saaldorf der einzige von vier Vertretern aus der Gruppe Ost, der die erste Runde nicht überstanden hat und damit nach zehn Jahren absteigen muss. Auch aus der Gruppe Nord sind drei von vier Vereinen in der zweiten Runde, das Quartett aus der Gruppe Süd ist raus. Die Relegation ist unberechenbar: Da scheitert mit der SpVgg Altenerding ein Verein mit ausgeglichenem Torkonto und 40 Punkten krachend an einem SV Waldperlach, der als Vorletzter nur wegen des besseren direkten Vergleichs vor Absteiger Siegsdorf geblieben ist. Und der Ingolstädter Vorortklub TSV Ober-/Unterhaunstadt, der gerade vier von 30 Ligaspielen gewonnen hat, eliminiert den TSV Geiselbullach, der mehr als doppelt so viele Punkte geholt hat.
Geschichte geschrieben hat der TSV Zorneding. In Denklingen (bei Landsberg) egalisierte er die Hinspiel-Niederlage mit einem 3:2 nach Verlängerung, dann begann der Elfmeter-Wahnsinn: 40-mal traten Spieler an, neun scheiterten. Am Ende war es Benjamin Kram, der entscheidend zum 16:15 für Zorneding verwandelte. Ein Rekord ist das Ergebnis aber nicht. Vor zwei Jahren ging das Elfmeterschießen in der Landesliga-Relegation zwischen dem SV Schwaig und dem 1. FC Herzogenaurach 17:16 aus – die mittelfränkischen Kicker brauchten dazu allerdings „nur“ 38 Schüsse.
Aufstieg zur Regionalliga
Schwaben Augsburg – SV Kirchanschöring 2:1 (Hinspiel 3:2). ASV Cham – SpVgg Greuther Fürth II oder Viktoria Aschaffenburg am Freitag, 29. Mai, 18.30 Uhr, Rückspiel am 2. Juni, 18.30 Uhr. Schwaben Augsburg bleibt in der Regionalliga.
Aufstieg zur Bayernliga
FC Sturm Hauzenberg – TSV 1880 Wasserburg 0:2 (Hinspiel 0:2). FC Coburg – FSV Pfaffenhofen 0:3 (1:2), ATSV Erlangen – TSV Großbardorf 0:1 (0:2). FSV Stadeln – FC Eintracht Münchberg 0:0 nach Verlängerung (0:0), 4:2 im Elfmeterschießen. TSV Kottern – TSV Seebach 4:1 (0:0). Kottern und Stadeln bleiben in der Bayernliga, Wasserburg, Pfaffenhofen und Großbardorf steigen auf.
Aufstieg zur Landesliga
Gruppe Südost: FC Teisbach – FC Ergolding 2:4 (Hinspiel 1:3), SpVgg Grün-Weiß Deggendorf – FC Moosinning 0:1 nach Verlängerung (2:1), 3:5 im Elfmeterschießen.
Gruppe Süd: TSV Eintracht Karlsfeld – FC Aschheim 2:3 (0:2), SV Dornach – SV Planegg-Krailling 1:5 (2:4).
Zweite Runde: u. a. FC Ergolding – FC Moosinning, FC Aschheim – SV Planegg-Krailling, beide morgen, Mittwoch, 18.30 Uhr (Rückspiele am Samstag, 16 Uhr). Die Sieger steigen in die Landesliga auf.
Abstieg aus der Bezirksliga
Erste Runde: SpVgg Altenerding – SV Waldperlach 0:4 (Hinspiel 0:2), TSV Ebersberg – SV Polling 5:2 (2:2), TSV Geiselbullach – TSV Ober-/Unterhaunstadt 1:3 (3:2), SV Ampertal Palzing – SV Ohlstadt 3:0 (4:4), SV Saaldorf – TSV 54-DJK München 2:1 (0:4), Spiel 6: VfL Denklingen – TSV Zorneding 2:3 nach Verlängerung (2:1), 15:16 im Elfmeterschießen.
Zweite Runde am heutigen Dienstag: TSV 54-DJK München – SV Waldperlach (18.30 Uhr), SV Ampertal Palzing – TSV Ebersberg (19.30 Uhr), TSV Zorneding – TSV Ober-/Unterhaunstadt (18.30 Uhr). Die Rückspiele sind am Samstag, 15 Uhr. Die Sieger verbleiben in der Bezirksliga.