Martin: „Es steckt viel Power in dem Verein“

von Redaktion

Aufstiegstrainer spricht über den ASV Au

Bad Aibling/Au – Kaum ein besseres Umfeld als ein Derby beim großen Nachbarn TuS Bad Aibling hat es für den ASV Au gegeben, um vorzeitig den Titelgewinn in der Fußball-Kreisklasse 1 zu fixieren. Nach dem 3:2 (3:0)-Auswärtssieg war die Sportanlage Willing nur noch Auer Jubel, Trubel, Heiterkeit. Noch auf dem Platz nahm sich Aufstiegscoach Christoph Martin kurz Zeit für ein paar persönliche Gedanken im Gespräch mit der OVB-Sportredaktion.

Beschreiben Sie doch mal Ihre Gefühle beim Schlusspfiff!

Grundsätzlich überwältigend. Ich bin unfassbar stolz, was die Burschen die letzten zwei Jahre geliefert haben. Wir mussten vor zwei Jahren den Abstieg aus der Kreisliga hinnehmen, haben uns komplett neu aufgestellt. Die Krönung im letzten Jahr war das Toto-Pokalfinale und nun der Titel in der Kreisklasse mit dem Aufstieg in die Kreisliga.

Eine 3:0-Pausenführung ist in der zweiten Halbzeit kurz vor Schluss auf 2:3 geschrumpft. Haben Sie noch um den Sieg gezittert?

Das ist natürlich nie angenehm, aber grundsätzlich habe ich das vollste Vertrauen in jeden Einzelnen der auf dem Platz steht, und hatte das Gefühl, dass wir es schon über die Zeit bringen.

Was sagen Sie zur großen Fanunterstützung für Ihre Mannschaft?

Das ist unglaublich schön. So muss der ASV Au sein, so muss der Verein funktionieren. Es steckt viel Power in dem Verein, wir haben während der Saison bei Bedarf ältere Spieler zurückgeholt, die aushalfen. Das zeichnet uns aus.

Können Sie schon einen kurzen Ausblick auf die nächste Kreisliga-Saison geben?

Es dürften sich im Kader keine großen Veränderungen ergeben. Mit ein, zwei Spielern werden wir noch reden und ein paar aus der A-Jugend heraufziehen, der Rest des Kaders bleibt bestehen.

Beim FC Bayern ist eine Weißbierdusche für den Meistercoach nach dem Titelgewinn obligatorisch. Hatten Sie Bedenken, als ein volles, riesiges Weißbierglas in die Hände der Spieler kam?

Bedenken nicht, nach dem entscheidenden Sieg war ich nur glücklich und in meinen Gedanken überwog der Stolz auf unser Team. Trotzdem hat sich einiges über mich ergossen – allerdings kein Weißbier, sondern eine Goaßnmass (lacht) und folglich musste ich mein weißes T-Shirt gegen das dunkle Aufsteiger-Shirt tauschen. In dieser Situation nimmt man das alles aber gerne hin. Interview: Franz Ruprecht

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