Höfner: „Verhältnisse wie heute in der DEL“

von Redaktion

Prominenter Besuch bei „Hart gecheckt“: In der 104. Ausgabe des OVB-Podcasts zu den Starbulls Rosenheim blickt die Eishockey-Legende Ernst Höfner auf eine bewegte Karriere zurück. Rosenheims ewige Nummer 29 war von 1986 bis 1992 Kapitän, gewann zwei Meisterschaften an der Mangfall und schaffte als Trainer 1993 nach dem Rückzug in die 2. Liga den Wiederaufstieg in die Bundesliga.

Rosenheim – In der 104. Ausgabe von „Hart gecheckt“, dem OVB-Podcast zu den Starbulls Rosenheim, ist die Rosenheimer Eishockey-Legende und zweifacher Meisterspieler Ernst Höfner zu Gast. Die legendäre Nummer 29 trug von 1986 bis 1992 das „C“ der Grün-Weißen und spricht mit den OVB-Sportredakteuren Thomas Neumeier und Marko Aleksic über …

…das verpasste WM-Viertelfinale: „Es wird immer erwartet, dass man unter die ersten acht kommt. Aber man hat ja letztes und dieses Jahr gesehen, dass das nicht mehr so einfach ist. Es hat etwas gedauert, bis die Chemie in der Mannschaft gestimmt hat. Dazu hatte man zu Beginn mit Finnland oder der Schweiz gleich starke Gegner und die Mannschaft war noch nicht richtig eingespielt. Zum Schluss hat man es dann gesehen: Die Sturmreihe um Lukas Reichel hat die Chemie gefunden und damit die gesamte Offensive beflügelt. Am Anfang war das allerdings noch nicht der Fall – und das war wahrscheinlich der Grund, warum man gegen Lettland oder die USA nicht gewinnen konnte.“

…seine Anfänge im Eishockey: „Mein älterer Bruder war schon vor mir beim Augsburger EV. Ich kann mich noch gut erinnern: Mein Vater war mit uns im Winter oft auf irgendeinem zugefrorenen See oder Weiher Eishockey spielen. So bin ich im Grunde dazu gekommen und dann mit zwölf Jahren in den Verein eingetreten. Wir hatten damals eine ziemlich gute Mannschaft. Mit Sepp Klaus, der später auch in Rosenheim gespielt hat, habe ich damals schon zusammengespielt – er hat nicht weit von mir entfernt gewohnt. Das erste Highlight meiner jungen Karriere war der Gewinn der deutschen Jugendmeisterschaft mit dem AEV. In Augsburg hatten wir vergleichsweise wenige Spieler. Deshalb wurden Holger Meitinger, Sepp Klaus und ich bereits mit 17 Jahren in die erste Mannschaft übernommen. Dort konnten wir früh Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln – und das hat uns letztlich zu besseren Spielern gemacht.“

…den Wechsel nach Rosenheim: „Mir hat die Lebensart in Bayern immer gefallen. Deshalb wollte ich auch nicht zu weit weg. Außerdem herrschten in Rosenheim damals schon Verhältnisse wie heute in der DEL. Der Verein war hervorragend geführt, alles lief sauber ab und man musste sich um nichts Sorgen machen. Man konnte sich voll und ganz aufs Eishockey konzentrieren.“

…Erinnerungen an die Meistersaison 1989: „Ich habe mir zu Beginn der Hauptrunde einen Splitterbruch im Knöchel zugezogen und bin vier Monate an Krücken gegangen. Bevor ich in den Play-offs wieder gespielt habe, war ich gerade einmal etwas mehr als eine Woche auf dem Eis. Natürlich war ich vorher schon in der Reha und habe versucht, mich fit zu halten. Aber man ist natürlich nicht annähernd so fit, wie wenn man die ganze Saison durchgespielt hätte.“

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