Johannes Wittenbeck geht auf Abschiedstour

von Redaktion

RGR-Pilot verabschiedet sich in neuem Fahrzeug nach mehreren intensiven Jahren aus dem Rallyesport

Eindhoven – Nach fünf Jahren geht im ADAC Opel Electric Rally Cup eine Ära zu Ende: Der Corsa Rally Electric verabschiedet sich aus dem Reglement und macht zum Saisonauftakt bei der ELE Rally Eindhoven Platz für die neue Generation elektrischer Rallyefahrzeuge, den Mokka GSE eRally5. Für Johannes Wittenbeck von der Rallye-Gemeinschaft Rosenheim wird diese Rallye jedoch weit mehr als nur der Start in eine neue Ära: Der 28-Jährige wird dort seine letzte Rallye als aktiver Fahrer in einer Meisterschaft bestreiten. Gemeinsam mit seinem Team ADAC Südbayern und Häusler Automobile verabschiedet sich der Bayer nach mehreren intensiven Jahren aus dem Rallyesport.

„Ich hatte in den letzten Jahren wirklich das beste Team, das man sich vorstellen kann“, blickt Wittenbeck emotional zurück. Was als kleines Projekt mit Freunden und Bekannten begann, entwickelte sich über die Jahre zu einem professionellen Motorsportteam mit internationaler Präsenz. „Wir haben uns gemeinsam von totalen Anfängern zu einem professionellen Team hingearbeitet. Darauf bin ich unglaublich stolz“, so Wittenbeck weiter. Besonders die vergangenen Jahre im Opel Cup prägten seine Karriere. Extreme Wetterbedingungen in Frankreich, Nachtprüfungen im Regen in den Niederlanden, Reparaturen unter Zeitdruck im Servicepark oder packende WM-Läufe bei der Central European Rally – das Team sammelte unzählige Erfahrungen in der bis dahin weltweit einzigen elektrischen Rallye-Meisterschaft. Nach einem schwierigen ersten Jahr im internationalen Umfeld gelang bereits 2024 der große Fortschritt. Teil dieser Entwicklung war der Einstieg des Co-Piloten Maximilian Kugler. Damals gerade einmal 16 Jahre alt, übernahm das junge Nachwuchstalent überraschend früh die Rolle auf dem Sitz neben Wittenbeck. Besonders sein Ehrgeiz und die schnelle Lernkurve sorgten dafür, dass sich das Duo bereits nach der ersten gemeinsamen Rallye konstant im vorderen Mittelfeld etablieren konnte. Das Team verbesserte sich innerhalb von nur zwei Jahren auf den fünften Rang in der Gesamtwertung. Insgesamt absolvierte der RGR-ler Wittenbeck bisher 50 Rallyestarts in sechs verschiedenen Ländern, fuhr drei nationale Klassensiege ein und legte dabei über 3189 gezeitete Rennkilometer zurück.

Mit dem neuen Opel Mokka GSE eRally5 wartet zum Abschied noch einmal ein besonderes Highlight auf das Duo. Der deutlich stärkere und aggressivere Rallyewagen gilt als die nächste Evolutionsstufe des elektrischen Rallyesports, denn mit rund 280 PS bringt der neue Mokka nahezu die doppelte Leistung des bisherigen Corsa Rally Electric auf die Strecke und markiert damit einen weiteren Meilenstein im nachhaltigen Motorsport. Insgesamt umfasst der Kalender 2026 Veranstaltungen in sechs Ländern. „Natürlich freue ich mich riesig darauf, den neuen Mokka noch fahren zu dürfen. Das wird sicher ein unglaubliches Erlebnis und ein würdiger Abschluss“, erklärt Wittenbeck. Wie seine Zukunft nun aussieht, will er noch nicht genau verraten. „Ich werde dem Motorsport definitiv erhalten bleiben. Wann und in welcher Form, das wird sich zeigen“, erklärt er.re

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