Raubling – Nervenstärke hat der TuS Raubling im Endspurt der Fußball-Kreisliga-Saison bewiesen und die Tabellenführung über die Ziellinie gebracht. Mit einem 3:1-Auswärtssieg beim SV Oberbergkirchen holte sich das Team von Hannes Jennewein den Meistertitel in der Gruppe 1 und hielt den schärfsten Verfolger SG Reichertsheim-Ramsau/Gars mit einem Punkt Rückstand auf Distanz. Am Rande der ausgelassenen Feier am Vereinsheim hat Kapitän Michael Gruber im Interview Einblicke in die abgelaufene Saison und das letzte Spiel gewährt.
„Der TuS Raubling ist zurück“ steht auf den Meister-Shirts. Was fällt Ihnen dazu ein?
Letztes Jahr sind wir in der Relegation nach drei Jahren aus der Bezirksliga abgestiegen. Dann haben wir uns gleich gesagt, dass wir wieder hochgehen – und haben es auch umgesetzt.
Der Vorsprung in der Rückrunde war zwischendurch beträchtlich, dann wurde es aber noch einmal spannend. War Nervosität dabei?
Ja, schon. Wir hatten auch Ausfälle von Stammspielern, die man nicht so leicht kompensieren kann. Man verliert dann ein Spiel und fängt langsam an, nachzudenken, weil es in den Endspurt geht und man die anderen im Nacken spürt. Nach den drei Niederlagen sind wir aber wieder gut rausgekommen und haben die letzten drei Spiele gewonnen.
Das letzte Spiel in Oberbergkirchen war nach Führung und dem Ausgleichstreffer in der 80. Minute nicht minder spannend!
Es war sinnbildlich für die ganze Saison. Wir sind aber nicht nervös geworden, haben das ganze Spiel beherrscht und hatten einige Hochkaräter. Wir haben ruhig weitergespielt, das war der Schlüssel zum Sieg.
Wie haben Sie den Schlusspfiff erlebt?
Es war eine absolute Erleichterung. Ich konnte es anfangs kaum begreifen, schließlich arbeitet man eine komplette Saison auf das Ziel Wiederaufstieg hin. Noch dazu, wenn es am letzten Spieltag wahr wird.
Wie bewerten Sie den aktuellen Meistertitel in Ihrer langen Karriere?
Jeder Aufstieg hat etwas Besonderes für sich. Ich bin mit meinem Herzensverein TuS Raubling zweimal aufgestiegen, es ist einfach einzigartig.
Die Feierlichkeiten haben schon in Oberbergkirchen begonnen und gingen mit der Heimreise, dem Empfang und der Party am Vereinsheim weiter. Was war das Highlight?
Der Schlusspfiff, als wir uns alle in den Armen lagen. Die Fans kamen und haben uns umarmt, jeder war völlig in Ekstase.
Interview: Franz Ruprecht