Sportgericht spricht Croatia drei Punkte zu

von Redaktion

Rosenheimer Club mit Klassenerhalt am grünen Tisch

Rosenheim – Der letzte Spieltag begann für den NK Croatia Rosenheim eigentlich erst um 15 Uhr, doch schon um 12.48 Uhr hatte die Elf von Petar Jokic gewonnen. Da landete das Urteil des Kreis-Sportgerichts Inn/Salzach im E-Mail-Postfach der Kroaten und des TSV 1860 Rosenheim. Die Sportrichter um Johann Sickinger (Tacherting) werteten die eine Woche zuvor beim Stand von 2:3 in der 88. Minute abgebrochene Partie gegen den TSV 1860 Rosenheim II mit 2:0 für Croatia. Und das bedeutete: Klassenerhalt in der Kreisklasse 2!

Die Prügelei, in die nach Schätzungen der Polizei und der Sportrichter am Ende 30 bis 40 Personen verwickelt waren, hatte bayernweit Schlagzeilen gemacht. Auslöser war der Faustschlag des Vaters eines 1860-Spielers ins Gesicht eines Croatia-Akteurs, wie das Sportgericht feststellte – offenbar eine Racheaktion für einen Tritt gegen seinen Sohn hinter dem Rücken des Schiedsrichters. Im folgenden Tumult gab es noch einen Kopfstoß gegen einen Ordner, für den ein 1860-Spieler die Rote Karte sah und für acht Spiele gesperrt wurde.

Beide Rosenheimer Vereine erhielten zudem Geldstrafen wegen „Verletzung der Platzdisziplin“. Als ein Croatia-Spieler bewusstlos am Boden lag, brach der Schiedsrichter das Spiel endgültig ab – zu Recht, wie die Sportrichter in ihrem Urteil befanden.ah

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