Kolbermoor erweitert seinen Kader

von Redaktion

Tischtennis-Bundesligist präsentiert zur Wechselfrist drei Neuzugänge – Swastika Ghosh geht

Kolbermoor – Was sich in Sachen Neuverpflichtungen beim Tischtennis-Bundesligisten SV DJK Kolbermoor vor der Wechselfrist getan hatte, ließ zunächst nichts Gutes erahnen. Lange Zeit war nur das Engagement der luxemburgischen Nationalspielerin Enisa Sadikovic klar. Nun haben die Verantwortlichen noch einmal Nägel mit Köpfen gemacht und die Personalplanungen für die kommende Saison in der 1. Bundesliga weiter vorangetrieben. Das Ergebnis kann sich mit den drei Neuzugängen, der Taiwanesin Chi-Shiuan Chen, der Koreanerin Haneul Kim und der Ägypterin Dina Meshref mehr als sehen lassen. Damit erweitert der Verein seine Optionen für die neue Spielzeit deutlich.

Auf Vermittlung durch das Bad Aiblinger Tischtennis-Zentrum TopSpin Sport konnten die Verantwortlichen Chi-Shiuan Chen als Ersatz für die zum Bundesliga-Aufsteiger TuS Fürstenfeldbruck gewechselte Huang Yu-Chiao verpflichten. Die 20-Jährige spielte zuletzt für den österreichischen Erstligisten SU Sparkasse Kufstein und gehörte zu den Leistungsträgerinnen. Die Nummer 281 der Weltrangliste, die bereits Erfahrungen in der europäischen Tischtennisszene sammeln konnte, sorgte in der abgelaufenen Saison mit einem Sieg gegen die internationale Spitzenspielerin Suthasini Sawettabut von Serienmeister Linz AG Froschberg für eine kleine Sensation. „Wir sind überzeugt, dass Chi-Shiuan Chen sportlich hervorragend ins Team passt“, so Kolbermoors Chefcoach Dr. Michael Fuchs.

Eine interessante Perspektivspielerin ist die erst 17-jährige Südkoreanerin Haneul Kim. Trotz ihres Alters kann sie bereits auf 2288 der sogenannten TTR-Punkte verweisen. Zuletzt war sie beim Hagener SV aktiv. Die talentierte Nachwuchsspielerin wird gemeinsam mit ihrer Trainerin für einen längeren Zeitraum in Europa trainieren und Wettkampferfahrung sammeln. In dieser Zeit soll sie auch für das Kolbermoorer Damenteam zum Einsatz kommen und die Gelegenheit erhalten, sich auf Bundesliganiveau weiterentwickeln.

Und dann kehrt auch noch ein bekanntes Gesicht nach Kolbermoor zurück. Dina Meshref wird künftig wieder für den SV DJK Kolbermoor auf der Rangliste geführt. Die mehrfache afrikanische Meisterin und langjährige ägyptische Nationalspielerin stand bereits in der Vergangenheit für den SV DJK Kolbermoor am Tisch und hinterließ sportlich wie auch menschlich einen hervorragenden Eindruck. „Der Kontakt zu Dina ist über die Jahre hinweg nie abgerissen. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir diese Möglichkeit einer Verpflichtung erneut geschaffen haben. Aktuell ist aber noch offen, in welchem Umfang Dina Meshref tatsächlich zum Einsatz kommen wird. Ihre internationale Terminplanung lässt noch keine verbindlichen Aussagen zu. Wie viele Spiele sie für uns bestreiten wird, soll zu einem späteren Zeitpunkt anhand des endgültigen Spielplans abgestimmt werden“, erklärte Abteilungsleiter und Cheftrainer Dr. Fuchs. Nicht mehr zum Kader für die kommende Saison gehören wird Swastika Ghosh. „Die indische Nationalspielerin wollte in der neuen Spielzeit Erfahrungen in einer anderen europäischen Liga sammeln. Leider konnten wir Swastika nicht halten, wollten ihr aber auch keine Steine in den Weg legen“, so Fuchs. Gemeinsam mit Yunji Lee und Manami Imaeda bilden die drei Neuzugänge einen wichtigen Baustein der Kaderplanung. Da die Einsatzmöglichkeiten von Nicht-EU-Spielerinnen begrenzt sind, verfolgt der SV DJK Kolbermoor das Konzept, mehrere internationale Optionen zu haben. Ziel ist es, möglichst an jedem Spieltag mindestens eine dieser Spielerinnen zur Verfügung zu haben. „Wir haben uns bewusst für mehrere internationale Optionen entschieden. Dadurch erhöhen wir auch die Wahrscheinlichkeit, an jedem Bundesliga-Wochenende eine starke Besetzung zur Verfügung zu haben. Mit den Verpflichtungen verfolgt der SV DJK Kolbermoor zudem konsequent seine Philosophie, junge und ambitionierte Spielerinnen zu fördern. Gleichzeitig soll die Mannschaft die Voraussetzungen schaffen, sich in der kommenden Saison wieder für die Play-offs zu qualifizieren.“

Artikel 1 von 11