Anger/Heiligkreuz/Ostermünchen/Bergen/Bad Endorf – Noch einmal 90 Minuten Vollgas geben, dann könnte am morgigen Donnerstag für fünf Vereine aus dem Fußballkreis Inn/Salzach der Traum vom Aufstieg Wirklichkeit werden. Drei Mannschaften hingegen greifen nach dem letzten Strohhalm gegen den Abstieg. Einzig der SC Anger und die SG Reichertsheim-Ramsau/Gars müssen in dieser Woche zweimal ran.
Die beiden Kreisliga-Vizemeister eröffnen die Relegation auf Kreisebene am heutigen Mittwoch. Das Hinspiel im Kampf um die Bezirksliga steigt um 19.30 Uhr in Anger. Obwohl beide Mannschaften am Ende den zweiten Platz in ihrer Liga innehatten, verlief der Weg dorthin unterschiedlich. Die SG RRG verdiente sich die Relegation mit einer überragenden Frühjahrsrunde, ist seit dem 21. März ungeschlagen und holte zuletzt sieben Dreier in Folge. Anger hingegen profitierte von zwei Patzern des SV Linde Tacherting, sonst hätten drei Punkte aus den letzten drei Spielen wohl nicht zur Vizemeisterschaft gereicht.
In der Kreisliga bleiben möchte der TSV Neuötting. Dafür muss am Donnerstag um 14.30 Uhr in Trostberg aber ein Sieg gegen den Kreisklassen-Vize SV Kirchanschöring II her. Die Anschöringer holten sich den zweiten Platz mit zuletzt sechs ungeschlagenen Spielen in Folge. Neuötting stand lange Zeit über dem Strich, rutschte am letzten Spieltag aber durch eine Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Buchbach II in die Relegation.
Die sechs weiteren Teams, die morgen, Donnerstag, im Einsatz sind, spielen um drei Plätze in der Kreisklasse. Das Spiel zwischen der SG Ramerberg/Rott und dem SC Höhenrain um 13.30 Uhr in Ostermünchen ist dabei das einzige Duell, in dem zwei A-Klassisten aufeinandertreffen. Ramerberg/Rott verpasste den Meistertitel erst am letzten Spieltag. Die SG war zum Zuschauen verdammt, als sich Forsting-Pfaffing an die Spitze setzte. Zumindest die Relegation war schon lange sicher – anders als bei Höhenrain. Der Sportclub rettete sich am letzten Spieltag mit einem Unentschieden gegen den direkten Konkurrenten Heufeld auf den zweiten Platz.
Ähnlich ging es der SG Inzell/Weißbach. Die Spielgemeinschaft stand vor der letzten Runde auf einem direkten Abstiegsplatz, nur dank des Remis gegen Hammerau hat man noch eine Chance auf den Klassenerhalt. Mit dem SV Surberg geht es um 16 Uhr in Bergen gegen einen Gegner, der nicht in Topform ist. Der Dritte der A-Klasse 6 musste in den letzten drei Spielen zwei Niederlagen hinnehmen, darunter ein 1:5 gegen Bayerisch Gmain.
Für den SV Pang stand die Relegation schon lange fest, bis zum letzten Spieltag war aber auch der Meistertitel noch möglich. Dafür hätte man selbst drei Punkte holen müssen und Schützenhilfe gebraucht – beides trat nicht ein. So muss Pang um 17 Uhr in Bad Endorf gegen Schnaitsee um den Aufstieg kämpfen. Der Kreisklassist hatte den direkten Verbleib am letzten Spieltag noch selbst in der Hand, eine Niederlage besiegelte aber die Relegation. Mit drei Siegen in den letzten fünf Spielen zeigte Schnaitsee, dass man den Abstieg nicht kampflos hinnehmen möchte.