Der Wunsch geht in Erfüllung

von Redaktion

Lennart Jasch unterschreibt ersten Pro-Vertrag in der WorldTour

Lennart Jasch hofft jetzt auf seine ersten Erfolge als Profi bei der WorldTour. Foto tudorprocycling

Inzell – Im April ist Lennart Jasch bei der Königsetappe der Tour of the Alps als Erster über die Ziellinie gefahren. Ein sensationeller Erfolg für den 25-jährigen ehemaligen Eisschnellläufer vom DEC Inzell. Damals wünschte er sich einen Profivertrag bei seinem Team Tudor Pro Cycling. Schneller als gedacht, hat sich nun dieser Wunsch erfüllt. Er steigt vom Entwicklungsteam des Schweizer Rennstalls in die Reihen der Profis auf und hat seinen Vertrag bis 2028 verlängert.

„Wenn ich zurückblicke, kann ich manchmal selbst kaum glauben, wie viel seit dem Einstieg in die Fahrradwelt vor zwei Jahren passiert ist. Ich freue mich sehr, jetzt dem Pro-Team beizutreten“, so der Bad Endorfer, der beim Chiemgauer Max Solar Cycling Team seine ersten Rennkilometer abspulte und so den Sprung in das U21-Team von Red Bull Bora-hansgrohe schaffte. Nun bereitet sich Jasch auf sein erstes World-Tour-Rennen, die Tour Auvergne-Rhone-Alpes, vor.

Raphael Meyer, Miteigentümer von Tudor-Pro-Cycling, ist von der Entwicklung des ehemaligen Eisschnellläufers beeindruckt und sieht es als logischen Schritt, Jasch ins Pro-Team zu befördern. „Er hat es gewagt, den Sport zu wechseln, betrat eine völlig neue Welt und arbeitet hart daran, seine Träume zu verwirklichen. Diese Denkweise spiegelt unsere Werte und Philosophie. Wir sind stolz darauf, mit einem solchen Talent zusammenzuarbeiten“, so Meyer anerkennend. Über ein Jahrzehnt lang hat Lennart Jasch die Eisschnelllaufbahnen als sein zweites Zuhause bezeichnet. Als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft nahm er an internationalen und nationalen Wettkämpfen teil. Das Fahrrad war wichtiger Bestandteil des Sommertrainings. Seine Karriere auf dem Eis wurde vor drei Jahren durch ein sogenanntes „Muskuläres Ungleichgewicht“ gestoppt und ebnete den Weg zum Radsport. „Als junger Eisschnellläufer habe ich gelegentlich darüber nachgedacht, mit dem Radfahren auf wettbewerbsorientierte Weise anzufangen. Es hat mich immer sehr interessiert, aber damals hatte ich nicht das Selbstvertrauen, es auszuprobieren. Erst die Verletzung hat mich dazu gebracht, das Ganze zu überdenken, und ich habe den Sprung zum Radfahren gewagt. Natürlich war die Vorstellung, Profi zu werden und an großen Rennen teilzunehmen, im Hinterkopf“, erinnert er sich.

Den Anfang machte er im heimischen „MaxSolar-Cycling-Team“, wo er in der „Kontinental-Klasse“ seinen ersten Sieg beim „Giro-della-Regione-Friuli-Venezia-Giulia“ einfuhr. Nach seinem Einstieg als Profi hat der 25-Jährige eine klare Vorstellung von seinen Zielen und Träumen. „Im Grunde möchte ich herausfinden, wie weit ich mich weiterentwickeln und was ich aus mir herausholen kann. Genauer gesagt denke ich, dass das Erlebnis einer „Grand-Tour“ ganz oben auf meiner Zielliste steht. 21 Etappen, ich kann mir vorstellen, dass das auf vielen Ebenen unglaublich hart sein wird. Ich möchte diese Erfahrung wirklich machen“, sagt er abschließend.

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