Bad Endorf – Eisschnellläuferin Maira Jasch vom DEC Inzell wird ab sofort für das Radteam „Rembe-Rad-Net“ unterwegs sein. Einen Tag, nachdem ihr Bruder Lennart einen Profivertrag beim Schweizer Team Tudor unterschrieben hatte, legte nun die jüngere Schwester nach. Dabei betonte die 21-Jährige aus Bad Endorf, dass sie dem Eisschnelllaufen treu bleiben wird. „Mein Fokus liegt weiterhin auf die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2030“, so Jasch, die bereits in diesem Jahr bei den Spielen in Mailand mit einem achten Platz über 5.000 Meter überraschte. „Mit der Vorbereitung auf die nächsten Jahre möchte ich gerne neue Wege bestreiten, als weitere Motivation mit dem Radsportteam“, sagt die Langstreckenspezialistin auf der Eisbahn.
Aufmerksam wurde das „Rembe-Rad-Net“-Team aus dem Sauerland auf Jasch, als sie beim Rennen in Berghülen den zweiten Platz erreichte. Bei ihrem Debüt blieb sie nur ganz knapp hinter Franziska Brauße, die Gold bei Olympia im Teamrennen gewonnen hatte. Bei ihren ersten Fahrversuchen in der Rad-Bundesliga war die Bad Endorferin äußerst erfolgreich, mittlerweile führt sie die Nachwuchswertung an. International hat sie bisher nicht an Wettkämpfen teilgenommen. Wie demnächst ihr Wettkampf-Kalender aussehen wird, muss sie erst mit dem Team besprechen. Auf jeden Fall wird sie die deutsche Meisterschaft auf der Straße bestreiten.
Einen Konflikt mit den beiden Sportarten befürchtet sie nicht. „Ich fahre ja sowieso sehr viel Rad, somit denke ich, dass das sehr gut zusammenpasst und mich weiterbringen wird. Ich möchte einfach mal ausprobieren, wie gut meine Eisschnelllauf-Werte im Radsport sind“, erklärt die Sportlerin. „Ich möchte schauen, wie es auf nationalem und internationalem Niveau um meine Leistung steht, denn derzeit kann ich mein Leistungsvermögen noch nicht einschätzen“, fügt sie hinzu. Ihre Renneinsätze werden dabei mit den Eisschnelllauf-Terminen abgestimmt. „Ich habe mit meiner Trainerin Claudia Pechstein gesprochen, sie unterstützt mich voll und ganz in meiner Entscheidung, Rennen zu bestreiten“, erklärt Jasch.
Natürlich ist sie auch im Austausch mit ihrem Bruder Lennart, was das Radfahren betrifft. „Vor meinem ersten Rennen habe ich mich mit ihm unterhalten und er hat mir ein paar Tipps gegeben. Wenn ich Fragen habe, steht er mir stets zur Seite und hilft mir“, freut sie sich. „Ich freue mich total auf die Zusammenarbeit mit dem Team und bin gespannt, wohin es mich führt“, sagt sie abschließend. SHu