Esselbach – Ein Wettkampf der extremen Kontraste liegt hinter den Fahrerinnen und Fahrern des BMX- Teams Kolbermoor. Beim dritten und vierten Lauf zur nationalen BMX-Bundesliga im unterfränkischen Esselbach bewiesen die Racer nicht nur sportliche Extraklasse, sondern auch extremen Kampfgeist unter widrigsten Wetterbedingungen. Während der erste Tag von sportlichen Glanzleistungen bei Traumwetter geprägt war, entwickelte sich der zweite Tag zu einer wahren Schlamm- und Nervenschlacht.
Der Start verlief absolut nach Maß. Die anspruchsvolle Strecke des RSV Esselbach präsentierte sich in gutem Zustand. Die Kolbermoorer Racer nutzten die Bedingungen optimal aus und fuhren reihenweise Top-Platzierungen ein. Nach den Traum-Bedingungen am ersten Wettkampftag wendete sich das Blatt jedoch komplett. Starker Wind, heftige Gewitter und Regenfälle zwangen die Rennleitung zu einem zeitweisen Rennabbruch. Die ehemals griffige Bahn verwandelte sich in eine nasse, hochgradig tückische Rutschbahn, die den Athleten alles abverlangte und zu zahlreichen Stürzen führte. Die Kolbermoorer Fahrer bewiesen jedoch mentale Stärke und bissen sich erfolgreich durch.
In den Cruiser-Klassen war das Team aus Kolbermoor an beiden Tagen schlichtweg unschlagbar. Sowohl Fabian Grabichler (Klasse Cruisers 39-) als auch Erich Grabichler (Cruisers 40+) dominierten ihre Konkurrenz nach Belieben und feierten jeweils einen fulminanten Doppelsieg. Ebenfalls glänzend aufgelegt zeigte sich der Nachwuchs: Die jüngste Starterin Mila Gumbert strampelte in der Klasse Girls 5/6 an beiden Tagen auf den zweiten Platz und sicherte sich damit zweimal Silber. Ihre Schwester Lana Gumbert verpasste in der Kategorie Girls 7/8 das Podium jeweils nur denkbar knapp und steuerte zwei vierte Plätze bei. Bruder Finn Gumbert (Boys 9/10) zeigte in einem gewohnt riesigen und hart umkämpften Starterfeld eine konstante Leistung und belegte an beiden Tagen den elften Gesamtrang.
In der Königsklasse, der Men Elite National, ging Julius Fahninger an den Start. Am ersten Tag zeigte er ein exzellentes Rennen und sicherte sich in einem packenden Finale den dritten Platz auf dem Podium. Am von Stürzen geprägten zweiten Tag kämpfte er sich unter erschwerten Bedingungen auf der Pro-Section auf den achten Platz im Gesamtklassement.
Besonders eng und umkämpft ging es in der Kategorie Men 17-29 zu, in der Kolbermoor mit drei Fahrern vertreten war. Serafin Gruber lieferte sich packende Fights und steigerte sich vom 13. Platz auf den zehnten Platz. Luca Gessner fuhr mit den Plätzen zehn und 14 ebenfalls wichtige Punkte für die Gesamtwertung ein, dicht gefolgt von Nico Geßner, der sich auf den Rängen 17 und 15 einreihte. Abgerundet wurde das Team-Ergebnis durch Stefan Schiffmann bei den Cruisers 40+, der einen zwölften und einen 16. Rang einfuhr.