Meister-Hattrick mit 19 Jahren

von Redaktion

Kolbermoorer Tischtennisspielerin Annett Kaufmann wird zum dritten Mal in Folge deutsche Meisterin

Erfurt – Die 94. deutschen Tischtennis-Meisterschaften in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt sind Geschichte. Für die Kolbermoorer Bundesligaspielerin Annett Kaufmann waren es besondere Titelkämpfe, denn im Einzel schaffte sie den Hattrick und wurde zum dritten Mal nach 2024 und 2025 deutsche Meisterin. Mit der Berlinerin Xiona Shan holte sie zudem den Titel im Doppel.

Die 19-Jährige war auf den Punkt genau fit, was sie die Düsseldorferin Eireen Elena Kalaitzidou mit dem 4:0-Sieg auch spüren ließ. Auch Mia Griesel (TTC Berlin) sollte keine große Hürde werden, denn auch hier stand ein 4:0-Erfolg zu Buche. Vielmehr durfte man im Halbfinale auf das Duell gegen Nina Mittelham gespannt sein. Wer gedacht hatte, es würde ein Duell auf Augenhöhe werden, musste sich eines Besseren belehren lassen. Die Kolbermoorerin ließ ihrer Gegnerin beim 4:1-Erfolg nämlich nur wenige Möglichkeiten, sich zu entfalten. Im Endspiel traf Kaufmann auf Sabine Winter vom TSV Dachau 65. In der Neuauflage des letztjährigen Endspiels entwickelte sich zunächst eine Begegnung auf Augenhöhe, die mit dem 12:10/ 11:13/9:11 zunächst einen 1:2-Satzrückstand aus Sicht der Kolbermoorerin sah. Die Nationalspielerin kam dann aber besser in Schwung und gewann zwei der nächsten drei Sätze zum 3:3-Ausgleich. Im entscheidenden Durchgang setzte sich Annett Kaufmann deutlich mit 11:4 durch und holte sich den Titel.

Als Draufgabe wurde sie auch im Doppel deutsche Meisterin, mit Xiona Shan vom TTC Berlin. Das Duo ließ dabei von Anfang keinen Zweifel aufkommen, dass die deutsche Meisterschaft nur über sie laufen würde. Spannung kam spätestens dann auf, als Kaufmann und Shan im Endspiel auf Sabine Winter und deren Partnerin Yuan Wan – mit der Weinheimerin wurde Annett Kaufmann 2024 deutsche Meisterin – traf. Den ersten Satz gewannen die späteren deutschen Meisterinnen in der Verlängerung mit 17:15, kassierten dann aber den Ausgleich zum 1:1. In den nächsten beiden Durchgängen behielten sie knapp die Oberhand.

Eine Besonderheit hatten diese deutschen Meisterschaften ebenfalls zu bieten. Die Ex-Kolbermoorerin Kristin Lang, die den Schläger eigentlich schon an den Nagel gehängt hatte, trat im gemischten Doppel mit Paralympics-Sieger Valentin Baus (TT-Team Bochum) an. Das ungleiche Duo erreichte in der ersten Runde gegen die Paarung Hanslick/Longhino (TuS Fürstenfeldbruck/TTC Kist) mit dem 15:13-Sieg in der Verlängerung des vierten Durchgangs den Entscheidungssatz, musste diesen aber mit 8:11 verloren geben.

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