Das Chiemgauer Radteam MaxSolar-Raymon ist nach der Rennpause, die das Team nach Rund um Köln eingelegt hatte, wieder in den Rennmodus eingestiegen. In Trento stand die 70. Austragung der Trofeo Alcide Degasperi, einem 1.2 UCI-Rennen, auf dem Programm. Nach dem Start ging es erst durch Trento, dann begann der neun Kilometer lange Anstieg Richtung Fassa Tal. Nach dem Anstieg konnte sich eine drei Mann starke Spitzengruppe absetzen, die jedoch nie mehr als zwei Minuten Vorsprung herausfahren konnte. Das MaxSolar-Raymon-Team mit Neuzugang Zobl, Roth, Garcia, Raymond, McNabb und Eland hielt sich vorne im Feld auf und konnte das Renngeschehen mitbestimmen. Nach 60 Kilometern ging es auf die fünf Runden zu je 20 Kilometern in Levico Terme. Nach der Hälfte des Rennens begann es stark zu regnen und das Feld dezimierte sich von Runde zu Runde, auch Roth und Zobl mussten das restliche Fahrerfeld ziehen lassen. Durch die Tempoverschärfung der Pro-Tour-Teams Solution Tech und MKB Bank Bardiani wurden die Ausreißer gestellt.
30 Kilometer vor Schluss attackierten Eland und Garcia, nur Balmer von Solution Tech konnte folgen. Aufgrund des hohen Tempos verlor Eland den Anschluss und Garcia und Balmer blieben mit circa 30 Sekunden Vorsprung an der Spitze. In der letzten Runde forcierten die Verfolger im verbliebenen Hauptfeld das Tempo, trotz der Störarbeit von McNabb und Eland. So wurden die beiden Spitzenreiter an der Kuppe des letzten Anstiegs sechs Kilometer vor dem Ziel gestellt.
Im Sprint der ersten Gruppe gewann letztlich der Italiener D`Aiuto von Generel Store vor Umba von Solution Tech und Conforti von Bardiani. Garcia kam mit 22 Sekunden Rückstand auf dem 13. Platz ins Ziel, 52 Sekunden später platzierten sich Eland auf dem 27. und McNabb auf dem 31. Rang. Garcia war nach dem Rennen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: „Wir sind heute als Team immer vorne gefahren und haben dann attackiert. Mit Balmer habe ich mich gut abgelöst, aber an der Kuppe des letztren Berges wurden wir gestellt. Wenn wir mit 20 Sekunden Vorsprung über den Berg kommen, wäre ich heute auf dem Treppchen gestanden.“re