Seebruck – Trotz unsicherer Windvorhersage haben sich 25 internationale Teams in Seebruck am Chiemsee getroffen, um den deutschen Meister im Tempest-Segeln zu ermitteln. Nach acht spannenden Wettfahrten an drei Tagen standen schließlich die Brüder Leif Bähr (YCBG) und Lars Bähr (VSaW) aus Berlin als Sieger der German Open der Tempest fest. Auf dem zweiten Platz folgten die Seebrucker Eigengewächse Tobias Spranger (SRV) und Felix Meggendorfer (SRV). Das Podium komplettierten Gustl Trimpl (SRV) und sein Steuermann Kicker Schäfer (BYC). Damit standen drei Segler des ausrichtenden Seebrucker Regatta-Vereins (SRV) auf dem Siegerpodest.
Der SRV hatte sich wochenlang intensiv auf dieses Highlight vorbereitet und wurde für seine Mühen mit einem großen Zuspruch und viel Lob belohnt. Nach der Begrüßung durch die 3. Bürgermeisterin Christine Kosanovic und den 1. Vorsitzenden Maximilian Kolbinger ließ der Wind lange auf sich warten, sodass sich alle Segler zunächst auf der Terrasse des Regattahauses die Zeit vertrieben. Erst gegen Abend entdeckte Wettfahrtleiter Kolbinger eine segelbare Brise auf dem Chiemsee und schickte die Crews aufs Wasser. Dort konnte noch eine Wettfahrt durchgeführt werden, bevor der Wind wieder einschlief. Am zweiten Tag zeigte sich der Chiemsee dann von seiner besten Seite mit stetigem Südwind. Ein Kurs nahe dem Seebrucker Hafen wurde ausgelegt und pünktlich startete die erste Wettfahrt. Von einem Besucherhügel aus beobachteten zahlreiche Zuschauer, wie die 25 Boote enge Manöver an den Tonnen fuhren und um jede Position kämpften. Dank des beständigen Winds konnten vier Wettfahrten zügig absolviert werden, sodass der sportliche Teil schon gegen Mittag beendet war. Auch am dritten Tag zeigte sich der Wind zunächst gnädig, sodass morgens zwei weitere Wettfahrten gesegelt werden konnten. Danach flaute die Brise jedoch ab, weshalb das Wettfahrtkomitee alle Boote zurück in den Hafen orderte. Am Nachmittag frischte der Wind erneut auf, sodass die achte und finale Wettfahrt der Serie gesegelt werden konnte.
Die heimischen Segler durften sich bei der Siegerehrung besonders laut feiern lassen, allen voran die deutschen Vizemeister Tobias Spranger und Felix Meggendorfer, die beim SRV das Segeln gelernt haben. mmü