Antalya – Die deutschen Bogenschützen können auf einen guten Weltcup in
Antalya zurückblicken. Zwar blieben die Podestplätze in der Türkei aus, alle Mannschaften konnten sich aber unten den besten sechs Nationen platzieren.
Für die beste Einzelleistung war Moritz Wieser verantwortlich. Der Schütze der FSG Tacherting schoss sich mit Siegen über Cheng Hsiang-Hui, Neeraj Chauhan sowie Mete Gazoz bis in das Halbfinale. Gegen den späteren Sieger aus Indien, Dhiraj Bommadevara, hatte der Tachertinger ebenso wie im Duell um Bronze gegen den Chinesen Mengqi Li beim Stand von 4:4 die Möglichkeit, das Duell für sich zu entscheiden. Doch ausgerechnet in den finalen Passen konnte er die zuvor gezeigten Leistungen nicht abrufen und unterlag mit 23:28 (Halbfinale) beziehungsweise 24:28.
Mit seinen deutschen Teamkollegen Jonathan Vetter und Leon Zamella musste der Trostberger im Viertelfinale gegen Südkorea die Segel streichen (1:5). Im Mixed mit der Raublingerin Katharina Bauer lief es wieder besser. Selbst im Halbfinale gegen Indien holte sich das deutsche Duo gleich die ersten beiden Punkte. Doch danach gewann das indische Team die Oberhand und landete einen 6:2-Erfolg. Im kleinen Finale um Bronze war Italien letztlich zu stark, das deutsche Duo verlor 1:5.
Für Bauer lief es im Einzel nicht so gut wie für Wieser. Nach Erfolgen über Megan Havers sowie Ankita Bhakat musste sie sich in der vierten Runde gegen die Italienerin Roberta Di Francesco geschlagen geben (2:6). Im Teamwettbewerb startete Bauer mit Elisa Tartler und Charline Schwarz mit dem Achtelfinale gegen Frankreich in den Wettbewerb. Nach einem 5:1-Erfolg traf man im Viertelfinale auf China und musste sich geschlagen geben (0:6).
Recurve-Bundestrainer Oliver Haidn war mit dem Abschneiden insgesamt zufrieden: „Wir können in einem hervorragend besetzten Weltcup auf eine gute Bilanz blicken. Dennoch: Wir müssen noch mehr unter starker Konkurrenz in der Finalarena unsere Leistung abrufen lernen.“obe