Dina Meshref unter den Top 50

von Redaktion

Heimische Tischtennis-Akteure ziehen in der ITTF-Weltrangliste nach sechs Monaten erstmals Bilanz

Kolbermoor – Seit Januar dieses Jahres hatten die Spielerinnen und Spieler der internationalen Tischtennisszene die Gelegenheit, die Weltranglisten im positiven Sinne zu ändern. Gelegenheit dazu gab es unter anderem bei der Weltmeisterschaft in London, den WTT-Turnieren und sonstigen hochrangigen Veranstaltungen.

Bei den Damen hat sich im Gegensatz zum Jahresanfang eigentlich nicht viel getan. Auf den ersten 17 Plätzen stehen hauptsächlich Spielerinnen aus China, Japan und Korea. Die Chinesin Yingsha Sun kommt dabei auf unglaubliche 9.875 Punkte. Die Ex-Kolbermoorerin Sabine Winter kann als beste europäische Spielerin auf dem neunten Rang 3.785 Zähler vorweisen. Um auf die beste heimische Spielerin, nämlich die nach Kolbermoor zurückgekehrte Dina Meshref, zu kommen, muss man nochmals ein Stück nach unten blicken. Auf Rang 48 findet man dabei die Ägypterin, die auf 654 Punkte kommt. Sie ist zwar um sechs Plätze nach unten gerutscht, aber die 350 Zähler beim Afrika Cup sowie die 109 Punkte bei der Weltmeisterschaft in London haben ihr viel Selbstvertrauen gebracht.

Neun Ränge später findet man die dreifache deutsche Meisterin Annett Kaufmann. Starke Vorstellungen bei der WM und diversen WTT-Turnieren sorgten für 531 Punkte auf dem Habenkonto. Im Vergleich zum Jahresanfang hat sie sich jedoch um neun Plätze verschlechtert und ist aus den Top 50 gefallen. Um dort wieder hinzukommen – Rang 50 nimmt derzeit die Berlinerin Nina Mittelham ein – benötigt sie knapp 100 Punkte. Dass sie das Potenzial hat, bewies sie bei den deutschen Meisterschaften, als sie Sabine Winter im Finale bezwang.

Ein ganz interessantes Kapitel stellt Enisa Sadikovic dar. Der 18-jährige Neuzugang, der vom TTC Weinheim in die Mangfallstadt kam, kann sich im Erwachsenenbereich bereits über Rang 165 freuen. Die Luxemburger Nationalspielerin hinterließ bei den letzten WTT-Turnieren einen guten Eindruck und hat durchaus Chancen, in den nächsten Monaten unter die 150 besten Spielerinnen zu kommen, denn bis zu diesem Platz fehlen ihr lediglich 20 Punkte. Interessanter wird ihre Platzierung, wenn man in die Altersklasse U19 schaut. Mit 1370 Zählern schnuppert sie als 106. Spielerin an den Top 100.

Eine Spielerin, die sich in den letzten sechs Monaten in der Weltrangliste verbessern konnte, ist Chi-Shiuan Chen. Die Taiwanesin nimmt Rang 273 ein und kommt auf 51 Punkte – im Gegensatz zur führenden Chinesin Sun aber doch noch ein deutlicher Unterschied. Wenn man aber bedenkt, dass sie im Januar noch auf Rang 327 stand, dann ist das für diese Verhältnisse ein großer Sprung. Ein Vielfaches kann sie in den nächsten Monaten bei diversen Großveranstaltungen noch wettmachen.

Bei den Damen stehen 950 gewertete Akteurinnen auf der ITTF-Weltrangliste. Bei Kim Haneul steht mit Platz 864 noch eine Acht davor. Im Gegensatz zum Januar verlor sie 317 Plätze im Erwachsenenbereich. Dies ist fehlenden Turnierteilnahmen geschuldet. Aber eine gute Platzierung bei einem wichtigen Turnier kann sie sofort auf einen Platz um die 300 bringen. Dies zeigt auch, dass in diesem Bereich die Spielerinnen extrem nahe beieinander liegen.

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