Ostermünchner Marinus Baumann rettet die deutsche Ehre

von Redaktion

Ländervergleich der Stocksportler im Weitenwettbewerb: Nur zwei von acht Goldmedaillen an die schwarz-rot-goldenen Schützen

Winklarn – Beim Ländervergleich im Weitenwettbewerb ist seit vier Jahren irgendwie der Wurm drin. 2024 im slowenischen Šentjanž pri Dravogradu holten die Kraftpakete des Deutschen Eisstock-Verbands (DESV) gar keinen Einzeltitel, im Vorjahr in Oberbergkirchen triumphierte nur ein Nationalkadermitglied und heuer auf der weltgrößten Weitensportanlage im niederösterreichischen Winklarn rettete das Ausnahmetalent Marinus Baumann vom SV Ostermünchen die deutsche Ehre.

In der Altersklasse Jugend U16 war Deutschland allerdings bärenstark. Hinter Baumann bestiegen auch noch Leonhard Dietmayr (ESC Berching) und Paul Schrafl (ESC Berching) das Podest. Nur zwei Zentimeter fehlten Luis Hartmann (TSV Buchbach). Die Übermacht schlug sich auch in der Nationenwertung nieder. Deutschland gewann mit 329,60 erdrutschartig vor Österreich (273,38) und Italien (198,84).

Die weiteren Einzel- und Teamsiege gingen an Österreich und Italien. Bei der Jugend U19 und den Junioren U23 schoss der österreichische Überflieger Maximilian Moser die komplette Konkurrenz in Grund und Boden. In seiner angestammten Altersklasse triumphierte Moser mit über 15 Metern Vorsprung. Derer knapp sechs waren es bei den Junioren. Bei der U19 erkämpfte sich Max Schedlbauer vom SV Konzell Silber. Dritter wurde der Österreicher Marco Fruhwirth. Hinter den drei Medaillensiegern klaffte eine große Lücke. Bei den Junioren behielt Österreich durch Maximilian Moser und Andreas Knaus Gold und Silber in der Alpenrepublik. Da Österreich mit seinen U19- und U23-Athleten aktuell in einer eigenen Liga schießt, konnte Michael Adamek vom EC Schachten Auerbach auf seine Bronzemedaille richtig stolz sein. Bei der Team-Wertung betrug der Rückstand etwas mehr als zwölf beziehungsweise knapp 30 Meter.

Nachdem Deutschland vor einem Jahr in Oberbergkirchen bei den Herren zumindest noch die Nationenwertung gewann, musste man heuer sowohl den Einzel- als auch Teamtitel Italien überlassen. Im Einzel gab es jedoch einen packenden Dreikampf, an dessen Ende Damian Denicoló seinen Vorjahrestriumph mit der Nichtigkeit eines Zentimeters vor seinem Landsmann Hannes Unterberger und Andreas Weber vom EC Freilassing-Hofham verteidigte. Weber fehlten nur 32 Zentimeter zum ganz großen Coup. Ebenfalls eng war der Team-Wettbewerb. Italien siegte mit 363,58 Metern knapp vor Deutschland (362,47). Bronze ging an Österreich.

Jugend U16: 1. Marinus Baumann (SV Ostermünchen) 117,45; 2. Leonhard Dietmayr (ESC Berching) 107,88; 3. Paul Schrafl (ESC Berching) 104,49; 4. Luis Hartmann (TSV Buchbach) 104,47; 5. Semjen De Man (Österreich) 102,60; 6. Jakob Weiß (SV Höslwang) 95,71. – Nationenwertung: 1. Deutschland 329,60; 2. Österreich 273,38; 3. Italien 198,84.

Jugend U19: 1. Maximilian Moser (Österreich) 128,98; 2. Max Schedlbauer (SV Konzell) 113,90; 3. Marco Fruhwirth (Österreich) 112,22; 4. Maximilian Klein (ESC Priesendorf) 105,79; 5. Korbinian Grill (TSV Taufkirchen) 104,51; 6. Alexander Schmidt (SV Hagenhill) 103,79. – Nationenwertung: 1. Österreich 334,27; 2. Deutschland 322,20; 3. Italien 223,45.

Junioren U23: 1. Maximilian Moser (Österreich) 113,57; 2. Andreas Knaus (Österreich) 107,91; 3. Michael Adamek (EC Schachten Auerbach) 98,50; 4. Marco Fruhwirth (Österreich) 95,87; 5. Maximilian Mayer (SV Ostermünchen) 95,58; 6. Max Schedlbauer (SV Konzell) 94,10. – Nationenwertung: 1. Österreich 317,35; 2. Deutschland 288,18; 3. Italien 245,36.

Herren: 1. Damian Denicoló (Italien) 128,98; 2. Hannes Unterberger (Italien) 128,97; 3. Andreas Weber (EC Freilassing-Hofham) 128,36; 4. Marc Weiss (Österreich) 122,96; 5. Andreas Pallauf (EC Freilassing-Hofham) 121,66; 6. Dominik Loinik (Österreich) 120,39. – Nationenwertung: 1. Italien 363,58; 2. Deutschland 362,47; 3. Österreich 352,09; 4. Finnland 291,00.kam

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