In sechs Spielen entschied fünfmal der Tiebreak

von Redaktion

Rosenheimer Auftaktsieg in der Tennis-Bundesliga: Aufsteiger Berlin erwies sich als hartnäckiger Rivale

Berlin – Einen erfolgreichen Start in die neue Bundesliga-Saison im Tennis hat das Team Marc O‘Polo Rosenheim beim Aufsteiger TC SCC Berlin erzielt: 4:2 hieß es am Ende eines Krimis, der den mitgereisten Rosenheimern beinahe schon zum Auftakt alle Nerven gekostet hat. Zwar ging man auf dem Papier in den meisten Partien als klarer Favorit ins Rennen, doch die Berliner zeigten sich in ihrem Bundesliga-Debüt allesamt extrem kämpferisch und inspiriert. Ganze fünf Match-Tiebreaks aus sechs Partien mussten zur Entscheidung führen – mit dem besseren Ende für die Rosenheimer, die sich in den Doppeln dann doch als routinierter und nervenstärker bewiesen.

Zu Beginn sah es erst einmal gar nicht gut aus für die Gäste: Sowohl Hugo Dellien in seinem Debüt für 1860 Rosenheim an Position zwei als auch Federico Gomez an Position vier verloren jeweils überraschend den ersten Satz. Dellien kämpfte sich gegen den Spanier Imanol Lopez Morillo zwar noch in den Match-Tiebreak, dort war der Berliner, von den heimischen Fans angetrieben, dann aber nicht mehr bezwingbar und gewann mit 7:5, 3:6 und 10:6. Auch Gomez schaffte es bei schwierigen Windbedingungen, ab dem zweiten Satz besser ins Spiel zu kommen, und bezwang den Berliner Markus Malaszszak dann doch mit 6:7, 6:4 und 10:6.

In der zweiten Runde schien es dann erstmals nach Plan zu laufen: In der Spitzenpartie zeigte Nikoloz Basilashvili ein weiteres Mal seine Klasse und gewann routiniert mit 6:4 und 6:4 gegen Daniel Masur. Auch bei Gonzalo Bueno, der sein Debüt für Rosenheim gegen die Berliner Nachwuchshoffnung Benito Sanchez Martinez gab, sah es lange erwartbar gut aus – doch auch Martinez ließ sich von der Situation anstecken und wuchs über sich hinaus. Mit 4:6, 6:3 und 10:6 gewann der Berliner am Ende – und das, obwohl er in der Weltrangliste weit hinter Bueno steht. Dies bedeutete ein 2:2 nach den Einzeln.

Die Rosenheimer Doppelstärke der letzten Saison machte Mut, doch am Ende die Oberhand zu behalten. In den Doppeln ging es dann lange hin und her und zum Spieltag passend kulminierte es dann in zwei fast zeitgleich stattfindenden Match-Tiebreaks, die den Zuschauern noch die letzten Nerven und Energie beim Anfeuern abverlangten. Zunächst schafften es die Südamerikaner Bueno/ Gomez gegen Masur/Martinez mit 7:5, 2:6 und 10:5 das Unentschieden zu sichern, ein paar Minuten später fixierten die eingewechselten tschechischen Doppel-Spezialisten Paulson/Vesely gegen Lopez/Romios mit 6:7, 6:3 und 10:5 den so wichtigen Sieg.

Zwar haben sich die Rosenheimer im Endeffekt viel schwerer getan als erwartet, doch zählt am Ende nur der Sieg. Die Spieler haben zudem bewiesen, dass sie in den wichtigen Situationen dann doch nervenstark sind. Dies macht Hoffnung für die weitere Saison. Berlin hat gezeigt, dass die Weltranglistenpositionen der einzelnen Spieler in der Ligasituation oft nur eine zweitrangige Rolle spielt. Für die Sechziger geht es direkt am Freitag um 13 Uhr mit dem ersten Heimspiel gegen Neuss weiter.

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