Premiere auf der Schotterstrecke
MaxSolar-Raymon konnte in Italien nicht vorne mitmischen. Foto re
MaxSolar-Raymon in Italien und Singen
Singen – Das Chiemgauer Radsportteam MaxSolar-Raymon ist zuletzt sowohl auf der Straße als auch im Gelände unterwegs gewesen.
Beim UCI-Rennen 1.2 Giro del Media Brenta mussten die Fahrer 175 Kilometer mit 2.300 Höhenmetern bewältigen. Vom Start an wurden Attacken gestartet, bei der zweiten Attacke konnten sich sechs Fahrer, darunter Luca Martin, vom Feld lösen. Der Vorsprung betrug zeitweise 3,35 Minuten auf das Hauptfeld. Die Pro-Teams forcierten daraufhin das Tempo und es fielen immer mehr Fahrer zurück. Der Chieminger Martin musste zwei Kilometer vor dem Ziel seinem Ausreißversuch Tribut zollen und konnte das Tempo nicht mehr mitgehen. Den Sieg holte sich De Cassan von Generalstore, vor Guiliano und Covili. McNabb belegte mit sieben Minuten Rückstand den 44. Platz, Martin den 52. Platz – nur 75 der 150 Fahrer beendeten das Rennen.
Am selben Tag hatte das MaxSolar-Raymon-Team Premiere bei der UCI World Gravel Serie. Beim Hegau Gravel Race in Singen stand für Jan Münzer und David Büschler das erste Gravelrennen überhaupt auf dem Programm. Auf dem anspruchsvollen Kurs über 108 Kilometer mit knapp 2.000 Höhenmetern ging es von Beginn an schnell zur Sache. Die Strecke war geprägt von kurzen, steilen Rampen, technisch fordernden Abfahrten sowie vielen engen 90-Grad-Kurven auf Schotter und Wiese. Münzer versuchte direkt nach dem Start, sich vorne zu platzieren, war aber zunächst nicht optimal positioniert und im Mittelfeld unterwegs. Bereits nach rund zehn Kilometern zersplitterte das Feld, und Münzer und Büschler fanden sich in der zweiten Gruppe. In der zweiten Runde musste Münzer schließlich wegen Überhitzung abreißen lassen. Nach dem Rennen meinte Münzer: „Mit dem 59. Platz habe ich meine selbst gesteckten Ziele zwar nicht ganz erreicht, aber für die erste Gravel-Erfahrung war das unter diesen Bedingungen und auf diesem schweren Kurs insgesamt in Ordnung.“